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"Vollender und Erneuerer": Musiktage Mondsee mit Beethoven-Schwerpunkt

Überzeugender Auftakt des spätsommerlichen Festivals mit dem Auryn Quartett.

"Vollender und Erneuerer": Musiktage Mondsee mit Beethoven-Schwerpunkt

Das Auryn Quartett spielt auf und verantwortet das Programm. Bild: Musiktage Mondsee

Die "Musiktage Mondsee" starteten mit einem Abend des Auryn Quartetts. Das Quartett hat auch die künstlerische Leitung dieser Tage über, welche unter dem Motto "Ludwig van Beethoven – Vollender und Erneuerer" ein intensiver Nachklang auf den Sommer sein werden.

Mit Haydns Quartett G-Dur op. 17/5, Mendelssohns Quartett a-Moll op. 13 und Beethovens Quartett a-Moll op. 132 hoben die Musiker zu edlen Werken der Streicher-Kammermusik an – die Sympathie des Publikums hatten diese so erfahrenen und versierten Spieler allein mit dem Betreten des Bühnenraumes. Natürlichkeit, Umsichtigkeit, Temperament und Ernsthaftigkeit charakterisieren das Ensemble.

Noch nicht ganz in höchster Qualität kam der Haydn; Klanglichkeit und Haydnsche Finessen konnten nicht ganz aufgehen. Bei Mendelssohn hingegen wurde mehr aufs Spiel gesetzt – sogleich die ersten wunderschön intonierten Adagio-Töne ließen dies erahnen; aus ihnen heraus entspann sich ein beweglicher, inspirierter und dichter Klangbogen, der im Schluss-Adagio in großer Selbstverständlichkeit endete.

Der Wurf des Abends aber war Beethovens gigantischer Felsen von Originalität, Herrlichkeit und Emphase. Das Auryn Quartett spielte alle seine Vorzüge aus. Packend und präzise legten sie die Appassionato-Passagen hin, eine eigene Note erhielt die Marsch-Episode und wirklich berückend schön kam der Kern des Stücks: Selten hört man Adagio-Töne von solch dichter Innigkeit, ohne Pathos, sondern nur dem Empfinden folgend.

Musiktage Mondsee, Auryn Quartett, 1.9.

OÖN Bewertung:

 

Weitere Konzerte

„Zukunft“, heute, 19.30 Uhr
Julian Bliss (Klarinette), Peter Orth (Klavier) und das Minguet Quartett spielen Werke von J. Brahms, W. Riehm und L. v. Beethoven.
„Rückblicke“, 5. 9., 19.30 Uhr
Matthias Lingenfelder (Violine), Stewart Eaton (Viola), Niklas Schmidt (Violoncello) und P. Orth (Klavier) spielen Bach, Beethoven und C. Sain-Saens
„Septett“, 6. 9., 19.30 Uhr
Julian Bliss (Klarinette), Richard Galler (Fagott), Zora Slokar (Horn), Jens Oppermann und Matthias Lingenfelder (Violine), Aroa Sorin und Stewart Eaton (Viola), N. Schmidt und Andreas Arndt, (Violoncello), Stanislav Anischenko (Kontrabass) und das Minguet Quartett spielen F. Berwald, W. Rihm und Beethoven
„Kreuzersonate“, 7. 9., 19.30
Benjamin Schmid (Violine), Ariane Haering (Klavier) und das Minguet Quartett spielen Beethoven und L. Janacek; Joseph Lorenz liest aus L. Tolstois „Die Kreuzersonate“
„Variationen“, 8. 9., 19.30
B. Schmid, A. Haering, das Klavierduo ariadita und Niklas Schmidt spielen Beethoven, Mozart und Tschaikowsky
„Surprise“, 9. 9., 11 Uhr
Das Trio Ancora spielt Werke von F. Mendelssohn-Bartholdy, J. N. Hummel und W. Rihm
„Sinfonisches“, 9. 9., 19.30
Richard Galler (Fagott), Gerald Pachinger (Klarinette), Zora Slokar (Horn), Stanislav Anischenko (Kontrabass), das Klavierduo ariadita und das Auryn Quartett spielen L. v. Beethoven und F. Schubert

Karten und Infos unter: www.musiktage-mondsee.at

 

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Artikel Karin Wagner 04. September 2017 - 00:04 Uhr
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