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Staatsopern-Ballerina tanzt im „Kottan“-Film

Karina Sarkissova

Solotänzerin Karina Sarkissova Bild: SATEL Film/J.Gallaue

Da war die Affäre um Nacktfotos in einem Magazin noch gar nicht ausgebrochen, die zur vorübergehenden Entlassung und späteren Wiedereinstellung von Staatsopern-Ballerina Karina Sarkissova führte: „Ich war“, sagt Peter Patzak, „beim Fotoshooting des Starfotografen Sepp Gallauer mit Sarkissova. Dabei lernte ich sie kennen und plauderte mit ihr. Sie machte auf mich einen fantastischen Eindruck. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits eine Tänzerin ins ‚Kottan’-Drehbuch geschrieben, aber noch nicht besetzt.“

Dramaturgisch ist das so begründet, dass Ballett im „Kottan“-Film „Rien ne va plus“ zum Ausbildungsprogramm der Polizeischüler gehört. „Nachdem ich Karina begegnet war, sagte ich mir: Warum soll ich suchen und die Rolle mit einer in Ausbildung stehenden Hobbytänzerin besetzen, wenn ich vielleicht eine wirkliche Ballerina kriegen kann. Auf Anfrage sagte Karina gleich ja, ich übertrug ihr zusätzlich die Choreographie, und sie brachte mir für die entsprechenden Szenen gleich fünf Staatsoperntänzerinnen plus zwei Tänzer mit.“

Ob sich die Ballerina im „Kottan“ auch hüllenlos zeigt? „In einer gewissen Sequenz“, lächelt Patzak, „könnte man vielleicht glauben, dass dem so ist. Das klingt vielleicht ein bisschen kryptisch, aber wenn Sie den Film gesehen haben, werden Sie wissen, warum.“

Der Regisseur hat weitere Pläne mit Sarkissova: „Ich weiß jetzt, wie intelligent sie ist, welch hohen Wissensstandard sie besitzt. Auch ihre Klarheit und ihr gesunder Menschenverstand haben mir imponiert, ganz abgesehen von ihrer Disziplin. Ich habe daher beschlossen, sie in mein Stammensemble aufzunehmen. Wann immer ich eine richtige Aufgabe für sie finde, möchte ich sie beschäftigen.“ (lh)

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Artikel 22. November 2010 - 00:04 Uhr
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