Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 17. Februar 2019, 06:15 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Sonntag, 17. Februar 2019, 06:15 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Sonja Sutter tot: "Das Burgtheater war ihr Schicksal"

Auch im Fernsehen war die Schauspielerin ein bekanntes Gesicht. Gestorben ist sie im Alter von 86 Jahren.

Sonja Sutter tot: "Das Burgtheater war ihr Schicksal"

Sie spielte fast 40 Jahre am Wiener Haus am Ring. Bild: APA

Burgschauspielerin Sonja Sutter ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Sutter spielte fast 40 Jahre lang am Haus und verkörperte dort bis zu ihrer selbst gewählten Pensionierung 1997 an die 70 Rollen. Daneben gastierte sie unter anderem bei den Salzburger Festspielen, am Zürcher Schauspielhaus und unter Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Auch in Film und Fernsehen war sie ein bekanntes Gesicht, sie spielte in "Derrick", "Der Alte", "Schlosshotel Orth" und "Tatort". Zuletzt lebte sie im Hilde-Wagener-Künstlerheim Baden, wo sie in der vergangenen Nacht verstarb.

Die Kammerschauspielerin wurde am 17. Jänner 1931 im deutschen Freiburg im Breisgau geboren. Ihr Schauspieldebüt gab die Autodidaktin 1951 als Wedekinds "Lulu" in Stuttgart. In Filmen wie "Meines Vaters Pferde" (1953, mit Curd Jürgens) oder "Die Barrings" (1955) war Sutter zunächst hauptsächlich als Filmschauspielerin präsent.

Bekannt wurde sie vor allem mit der Titelrolle im DEFA-Film "Lissy" (1957). Nach einem Engagement am Staatsschauspiel München debütierte die großgewachsene Schauspielerin 1959 im Burgtheater als Helena in Giraudoux’ "Der trojanische Krieg findet nicht statt". Zu ihren wichtigsten Rollen an der Burg zählen die Marilyn Monroe in Arthur Millers "Nach dem Sündenfall" (1963), die Lady Milford in Schillers "Kabale und Liebe" (1965) und Strindbergs "Königin Christina", alle unter Leopold Lindtberg, die Emma in Harold Pinters "Betrogen" (1978) und die Gräfin Werdenfels in Lindtbergs Inszenierung von Wedekinds "Marquis von Keith" (1982).

Seit 1961 stand Sutter bei den Salzburger Festspielen regelmäßig im "Jedermann" auf dem Domplatz und spielte die Helena in Goethes "Faust II" und die Antigone.

2002 wurde ihr das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen. In der Laudatio betonte die Salzburger Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Sutter habe "auf vielen Bühnen" gespielt, "aber das Burgtheater war ihr Schicksal".

Kommentare anzeigen »
Artikel 03. Juni 2017 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

69. Berlinale: Goldener Bär für "Synonyme" von Nadav Lapid

BERLIN. Das Drama "Synonyme" des israelischen Regisseurs Nadav Lapid hat den Goldenen Bären der 69.

Hamlet, Hitler oder Heidis Großvater - Bruno Ganz war ein Weltstar

ZÜRICH. Den Tod hat Bruno Ganz oft gespielt. Auf der Bühne in klassischen Dramen ebenso wie vor der ...

Hurra, hurra der Pumuckl ist wieder da!

MÜNCHEN. Pumuckl kehrt nach Jahren zurück ins deutsche Fernsehen.

Aufregung um Verleihung von Ehrenzeichen an Andreas Gabalier

GRAZ. Der Beschluss des Grazer Stadtsenats, Andreas Gabalier das Goldene Ehrenzeichen zu verleihen, löste ...

Wirbel um 91. Oscars: Akademie lenkt nach Protest ein

HOLLYWOOD. Die Oscar-Trophäen in allen 24 Sparten werden bei der Gala am 24.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS