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Kulturpreis geht an Edgar Honetschläger

Wanderer zwischen den Welten und Künsten

Ausgezeichnet in interdisziplinären Kunstformen Bild: Magdalena Miedl

Als Künstler wechselt er zwischen Installation, Fotografie, Film, Zeichnung und Malerei. Als Mensch zwischen den Kulturen, der amerikanischen wie der asiatischen.

„Ich sitze als Kulturschaffender wie auch als Mensch immer zwischen den Stühlen“, sagt Multitalent Edgar Honetschläger, der heuer unter anderem im Lentos Kunstmuseum Linz, bei den Ausstellungen „Best of Austria“ und „Linzblick“ vertreten war. Vom Land Oberösterreich wurde dem gebürtigen Linzer kürzlich der Kulturpreis für interdisziplinäre Kunstformen verliehen.

Linz, New York, Tokio

Derzeit arbeitet der 46-Jährige an seinem neuen Spielfilm, der nächsten Herbst in die österreichischen Kinos kommen soll. „AUN“ werde ein Film über „eine sehr ferne und ungemein positive Zukunft“, so der Künstler. „Ich habe die Nase voll von den apokalyptischen Szenarien – die immer drohend über der Menschheit schweben. Vor allem im Film.“

Nebenbei sind ein umfassendes Konvolut großformatiger Bilder, eine Serie von Kurzfilmen und zwei Bücher, die ebenfalls 2010 erscheinen sollen, im Entstehen.

Ob er unter seiner Vielseitigkeit manchmal leide? „Vielleicht insofern, als der Markt – welcher auch immer – Eindeutigkeiten wünscht, klare Zuordnungen, zwecks Absatz. Aber das war mir immer egal.“

In seiner Geburtsstadt Linz, in Graz und Wien hat Edgar Honetschläger Kunstgeschichte und Betriebswirtschaft studiert. Seit 1991 lebt und arbeitet er überwiegend in Tokio. Davor vier Jahre in New York.

Heimweh? Seit New York nicht mehr. „Dort empfand ich das mich damals noch heimsuchende ,Heimweh’ als Schwäche – also wurde ich es los. Später vermisste ich dieses Gefühl, aber es war nicht mehr rückholbar. Heute kann ich überall leben.“

Als bekennender „Außenseiter“, der auch in seiner Heimat nichts vermisse. „Die Distanz und der Wechsel geben mir die Freiheit, die ich brauche, um künstlerisch arbeiten zu können.“ Umso mehr freue er sich über den Landeskulturpreis, „über die Anerkennung von Seiten jenes Landes, jenes Orts, der mich mit dem Rüstzeug ausgestattet hat, das mich da draußen überleben lässt. Dafür bin ich sehr dankbar.“

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Artikel Von Karin Schütze 14. Dezember 2009 - 00:04 Uhr
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