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Knackig, knusprig, köstlich: Algen sind das neue Kultgemüse aus dem Meer

Seetang setzt seinen Siegeszug von Asien und Atlantik-Ländern auch nach Österreich fort

Knackig, knusprig, köstlich: Algen sind das neue Kultgemüse aus dem Meer

Gepresste Blätter als Umhüllung für Maki-Rollen: So kennen wir Algen schon lange. Bild: Maryna Velychko

Ob als Chips, Bier, Salat, Pulver, Gewürz, als gepresste Blätter, frisch oder tiefgekühlt: Der Einzug von Seetang in unsere Supermärkte, Küchen und Esszimmer ist in vollem Gange. In Deutschland gibt es Algen auch bereits in Brot, pikanten Kräckern, Getränken, Suppen, eingelegt in Essig und Öl, als Algenöl, in schwarzen oder grünen Nudeln.

Das Gemüse kann blau, grün, rötlich oder braun sein und wird entweder wild wachsend aus dem Meer geerntet oder gezüchtet. "Algen werden seit Jahrtausenden als Standardgemüse in den fernöstlichen Ländern konsumiert. In Europa haben sie vor allem in Frankreich am Atlantik, in Wales und Irland Platz in der traditionellen Küche", sagt die Linzer Ernährungswissenschaftlerin Eva Fauma (www.praeventissimo.at).

Der Geschmack der Pflanzen geht von leicht salzig-fischig bis zu salatig-grün – oder sie schmecken einfach neutral. Algen, die salzig sind, werden vor dem Kochen kurz in kaltem Wasser eingelegt und abgespült. "Frische Algen sind fest und knackig, geben einen guten Wiederstand. Die Chips sind entsprechend knusprig. Noriblätter oder Kombublätter werden getrocknet in A4-Format verkauft und dienen bei der Maki-Rolle nur als Bindemittel. Ihre Textur erinnert an Weinblätter", sagt Fauma.

Für den maritimen Geschmack kann man getrocknete Algen einfach fein hacken und über einen Salat streuen oder für eine Sauce zum Würzen verwenden. Getrocknete Algen-Blätter werden in Wasser eingelegt, abgespült und gerne um Schafskäse oder Tofu gewickelt. Sie lassen sich auch anbraten, zum Würzen für Fischfilet verwenden oder säuern.

Tiefkühl-Algen kann man auftauen und mit geröstetem Sesam und Sesamöl als Salat servieren. Hundert Gramm des Gemüses enthalten zirka 50 Kilokalorien.

Gesundes Meeres-Gemüse

Das knackige Sommergemüse (Wakame) hat einen hohen Gehalt an Kalzium, Magnesium und Kalium, ist reich an Omega-3-Fettsäuren und eine gute Alternative zu Fischöl.

"Der Beta-Carotin-Gehalt ist sogar höher als der in Karotten. Auch der Vitamin-C-Gehalt ist beträchtlich. Meeresalgen wie Nori liefern genauso Vitamin B12 für Veganer", sagt die Linzer Ernährungsexpertin. Mikroalgen punkten mit hochwertigem Eiweiß, das einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren aufweist.

Algen, die mehr als 20 Milligramm Jod pro Kilogramm enthalten, müssen gekennzeichnet sein. Besonders betroffen ist die Kombu-Alge. Schilddrüsenerkrankte sollten mit diesem Gemüse deshalb vorsichtig sein. Die Tageshöchstaufnahme an Jod sollte 0,6 Milligramm bei gesunden Erwachsenen längerfristig nicht überschreiten.

 

Algen-Spaghetti

Zutaten:

100 g frische Algen
300 g Spaghetti, dünn
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
je 1 EL Olivenöl und Butter
50 ml Weißwein
1 Bio-Limette
200 g Lachsfilet
200 g Cocktail-Paradeiser

Zubereitung:

Nudeln in Salzwasser knackig kochen, Algen in kochendem Wasser kurz blanchieren und kalt abschrecken, Tomaten halbieren, Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in Butter und Öl anschwitzen.

Mit Weißwein ablöschen, die Algen hinzugeben. Mit der Zeste und dem Saft der Limette, Pfeffer und Salz abschmecken, Paradeiser und Fisch einlegen und alles kurz verrühren.

 

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Artikel Dietlind Hebestreit 12. Juli 2018 - 02:09 Uhr
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