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Ein Filmfestival kommt in die Jahre und bleibt trotzdem jung

Das Festival "Der neue Heimatfilm" zeigt vom 22. bis 26. August mehr als 60 Filme aus 16 Ländern in Freistadt.

Ein Filmfestival kommt in die Jahre und bleibt trotzdem jung

Hommage an Filmregisseur Milos Forman (18. 2. 1932 – 13. 4. 2018) Bild: KEYSTONE

Das Festival "Der neue Heimatfilm" in der Local-Bühne Freistadt sei "ein wenig politischer geworden", sagt Katharina Riedler vom Festivalteam. "Es scheint uns besonders wichtig, den Begriff ,Heimat‘ nicht denjenigen zu überlassen, die Ausgrenzung ,der anderen‘ und Heimattümelei für Liebe zur Heimat halten", sagt Festival-Leiter Wolfgang Steininger.

Als Eröffnungsfilme (22. August, 20 Uhr, Open Air, bei Schlechtwetter im Salzhof) wurden zwei Filme ausgewählt, die durch Proteste der Bevölkerung Bauvorhaben im ländlichen Raum verhindert haben. "Wackersdorf" ist ein Film über die durch Proteste verhinderte Atomaufbereitungsanlage in der kleinen oberpfälzischen Gemeinde Wackersdorf. Als Gäste kommen Hauptdarsteller Johannes Zeiler und der damalige SPD-Landrat Hans Schuierer (87).

Der Wiener Regisseur Nikolaus Geyrhalter (46) hat in "Die bauliche Maßnahme" ab Frühjahr 2016 Gegend und Bevölkerung um den Brenner filmisch beobachtet: Dort sollte ein Zaun gegen den vermeintlichen Flüchtlingsansturm aus Italien errichtet werden. 2018, bei Ende der Filmarbeiten, lag der Zaun noch immer im Container.

Hommage: Von dem im April verstorbenen Milos Forman ("Einer flog über das Kuckucksnest", "Amadeus") sind die ersten drei Spielfilme zu sehen: "Schwarzer Peter", "Die Liebe einer Blondine" und "Der Feuerwehrball".

Wettbewerb: Jeweils sechs Filme werden in den beiden Wettbewerbssparten Dokumentarfilm (u. a. "Waldheims Walzer" von Ruth Beckermann, der die aufgedeckte Lücke in Waldheims Kriegsbiografie während des Bundespräsidentenwahlkampfes 1986 dokumentiert) und Spielfilm gezeigt.

Musik: Jeden Abend Konzert ab 22.30 Uhr im Salzhof mit regionalen Künstlern. Am Freitag, 24. August ab 21.30 Uhr kommt Perkussionist Manu Delago. Am Samstag, 25. August Party ab 23 Uhr mit DJs.

Werkschau: Die Grazerin Maria Gruber war für das Szenenbild u. a. im Film "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott" verantwortlich.

Das zum 31. Mal stattfindende Festival wird von der Stadt Freistadt mit 10.000 Euro und vom Bund mit 30.000 Euro unterstützt, die Subvention vom Land Oberösterreich ist noch offen.

 

www.filmfestivalfreistadt.at; Shuttlebus am Samstag, 25. 8., 18 Uhr von Linz, OK Platz nach Freistadt, retour ca. 1 Uhr (Anmeldung: office@local-buehne.at)

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Artikel Silvia Nagl 10. August 2018 - 00:04 Uhr
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