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"Die Mayerin" und ihre Leichtigkeit des Seins

"Ich erzähle einfach meine Geschichten." Ulrike Mayer hat mit ihrer Natürlichkeit den richtigen Nerv getroffen. Für sich. Für die anderen. Denn was jahrelang angestrebt, aber unerfüllt blieb, geht plötzlich ganz leicht.

Die Leichtigkeit des Seins

Bild: Photographer:Nina Saurugg

Als "Die Mayerin" hat die Mittdreißigerin ihr Publikum gefunden. Mit einer Mischung aus Pop und Schlager, der man anhört, dass sie ehrlich gemeint ist. Ihr Debüt heißt "Sternschnuppn". "Weil jedes Lied eine Momentaufnahme ist. Wie eine Sternschnuppe", so die Psychologin mit Stimme.

11. Juni 2016. Der Tag, an dem aus Ulrike Koller eine echte Mayer wird. Der Tag ihrer Hochzeit ist doppelt besonders. Denn ihrem Roli, mit dem sie zwei Kinder hat, gibt sie nicht nur das Versprechen für das Leben. Sondern sie singt ihm auch ein Lied. Ein persönliches. Geschrieben für ihn. "Zwischen Himmel und Erden" markiert den Punkt einer Wende. Denn zum Applaus der Festgäste kommen viele bestärkende Worte. So nimmt "Die Mayerin" ihre musikalischen Ambitionen wieder auf.

Davon hatte sie sich schon verabschiedet. Sechs Jahre lang war sie ab 2006 Frontfrau der "BandWG". Sie träumte vom großen Durchbruch, spielte vor Silbermond, Juli oder Christina Stürmer. Doch irgendwann ging der Glaube an den Erfolg verloren. Sie würde "bürgerlich", schloss ihr Psychologiestudium ab, eröffnete eine eigene Praxis, wurde Mama und schließlich Ehefrau. Und plötzlich war wieder das Feuer da. "Mir ist es noch nie so leichtgefallen, einen Text zu schreiben, der meinen Ansprüchen genügt", sagt Ulrike Mayer im OÖN-Gespräch. Es ging alles leicht von der Hand. Die Lieder entstanden nach und nach, fanden Gehör und Zuspruch. "Offenbar hat alles seine Zeit", sagt sie. "Vielleicht passt es genau jetzt."

Was den Zeitpunkt ihrer "zweiten Musikerkarriere" betrifft, hat sie auch eine Erklärung parat. "Der Erfolg im Leben lässt mich in der Mitte sein." Mann und Kinder würden sie am Boden halten. "Als Frau eine Familie zu gründen, ist ein riesiger Entwicklungsprozess." Mit 20 sei sie ganz anders drauf gewesen. Jetzt, mit Mitte 30, fühle sie sich reifer. Und wisse klar, was sie will. Auf dem Land zu wohnen, etwa. Oder ihr Ding durchzuziehen, ohne sich dreinreden zu lassen.

"Ich freue mich über alles, was ist", sagt Mayer. Da ist sie wieder, diese Natürlichkeit, die Charmepunkte bringt und nicht eintrainiert klingt. Wie heißt es in "Du host olles in dir"? Sei dir gewiss, dass du die beste Version von dir selber bist. Diese Gewissheit hat Ulrike Mayer jetzt. Und so kann "Sternschnuppn" ein Anfang von etwas Größerem sein. Stören würde es sie nicht.

Die Mayerin „Sternschnuppn“ (SoN Music)
OÖN-Wertung: vier von sechs Sternen

 

 

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Artikel Reinhold Gruber 02. März 2018 - 11:57 Uhr
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