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"Deine Schönheit ist nichts wert" triumphiert beim Filmpreis 2014

WIEN. "Deine Schönheit ist nichts wert" trägt seit Mittwochabend den Titel als bester österreichischer Film des vergangenen Jahres.

Die Preisträger der Verleihung des "Österreichischen Filmpreises 2014" im niederösterreichischen Grafenegg. Bild: (APA)

Bei der Gala zum Österreichischen Filmpreis 2014, die heuer erstmals im niederösterreichischen Grafenegg stattfand, setzte sich das Werk gegen die Konkurrenz "Oktober November" und "Soldate Jeannette" durch.

Auch die Statuetten für die beste Regie und das beste Drehbuch durfte Hüseyin Tabak für "Deine Schönheit ist nichts wert" mit nach Hause nehmen. Als beste Darstellerin wurde Maria Hofstätter für ihre Rolle in Ulrich Seidls "Paradies: Glaube" ausgezeichnet. Sie zeigte sich fasziniert davon, dass sie zehn Jahre nach dem Beginn ihrer Arbeit an dem Part nun den Filmpreis erhalte, während ihr männliches Pendant Gerhard Liebmann, der für "Blutgletscher" geehrt wurde, angesichts der Trophäe seine Tochter zitierte: "So geil!"

Ausgewogener Preisregen

Regisseur und Drehbuchautor Hüseyin Tabak zeigte sich am Mittwoch bei der Filmpreis-Gala gerührt von seinem großen Erfolg, dessen Geschichte auf jener seiner Mutter basiert. Er sehe sich als "Filmasylant", sei er doch zum Filmakademiestudium aus Deutschland nach Wien gekommen: "Ich bin sehr, sehr stolz, dass ich zu euch hier gehöre."

Abseits der Hauptkategorien verteilten die Mitglieder der Akademie dabei die Preise heuer sehr ausgewogen. Marvin Krens Alpenhorror "Blutgletscher" konnte drei seiner vier Nominierungen in eine der von VALIE EXPORT kreierten Statuetten ummünzen - neben dem besten Darsteller auch in den Kategorien Ton und Maske. Gustav Deutschs Edward-Hopper-Reprise "Shirley - Visions of reality" erhielt bei fünf Nominierungen ebenfalls drei Auszeichnungen - für Kamera, Szenenbild und Kostüme. Als bester Dokumentarfilm und in der Kategorie Schnitt wurde die Aufarbeitung der Kommune Friedrichshof, "Meine keine Familie", von Regisseur Paul-Julien Robert gewürdigt.

Enttäuschend verlief der Abend hingegen für das Familienkammerspiel "Oktober November" von Altmeister Götz Spielmann und Antonin Svobodas Biopic "The strange case of Wilhelm Reich". Trotz je fünf Nominierungen wurden die beiden Werke mit keiner Ehrung bedacht. Ebenso konnte Anja Salomonowitz' Dokumentarfilm "Die 727 Tage ohne Karamo" über binationale Ehen keine seiner drei Nennungen in einen Preis umwandeln.

"Wir haben wieder einmal Schwarmintelligenz bewiesen", zeigte sich Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky als neuer Präsident der Akademie des Österreichischen Films - ein Amt, das er seit heuer gemeinsam mit Co-Präsidentin Ursula Strauss bekleidet - zufrieden mit der Auswahl der Akademiemitglieder. Kunsttheoretische Unterstützung erhielten die Galagäste von Franz Schuh, der als Festredner einen breiten Bogen von Kulturpolitik zu Politik und Kultur schlug, während Karl Markovics als Conferencier mit Charme für sich einzunehmen wusste.

Wer nicht persönlich in Grafenegg anwesend sein konnte, hat am Donnerstagabend auf der heimischen Couch die Chance, sich davon zu überzeugen: ORF eins begeht eine "Lange Nacht des österreichischen Films", in deren Rahmen Wolfgang Murnbergers "Mein bester Feind" den Auftakt macht, dem dann um 22 Uhr eine Sondersendung zum Filmpreis und danach Ulrich Seidls "Paradies: Liebe" folgen.

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Artikel 22. Januar 2014 - 22:57 Uhr
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