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Das Mühlviertler Artemons lädt neuerdings auch nach Wien

Galerist und Künstlersohn Herwig Dunzendorfer präsentiert in Hellmonsödt und am Opernring zeitgenössische Malerei

Malerei von Thomas Reinhold Bild: hw

Seit mehr als zehn Jahren lockt das Artemons Contemporary mit moderner und zeitgenössischer Kunst nach Hellmonsödt. Herwig Dunzendorfer, Sohn des Malers Albrecht Dunzendorfer (1907–1980) und Betreiber des Artemons, hat im Frühjahr auch in Wien eine Galerie eröffnet. In den Räumen am Opernring zeigt er alle fünf Wochen wechselnde Ausstellungen, derzeit sind Gemälde von Thomas Reinhold zu sehen. Der Wiener Maler schichtet in seinen teils großformatigen Bildern Farbflächen übereinander, lässt sie verrinnen und ineinanderfließen. So entsteht eine räumliche Tiefe in den ansonsten abstrakten Gemälden.

Vielschichtige Bildwelten

Die Haupträume in Hellmonsödt bespielen in dieser Sommersaison Aditya Pande und Mario Dalpra mit ihren Arbeiten. Pande kombiniert verschiedene Materialien und kreiert im wahrsten Sinn vielschichtige Werke, die oft aus mehreren Teilen bestehen. Er übermalt bedrucktes Papier mit Acrylfarbe oder Lack und beklebt es mit Blattgold, Fäden und Glitzerpartikeln. Figuren sind zu erkennen, Räume, Objekte und Bewegungen. Der 42-jährige Inder hat eine ganz eigene Bildsprache.

Auch in den Bildern des 57-jährigen gebürtigen Vorarlbergers Dalpra erscheinen Körperteile – Augen, Nasen, Münder – unter Schichten von Farbflächen und Linien. Die Werke sind figurativ, oft ohne eindeutig Menschliches erkennen zu lassen. Neben Bildern sind auch Objekte von Dalpra ausgestellt, die wie Mischwesen aus Pflanzen und Menschen, wie eigenartige Tierchen mit rankenden Blättern und Beinen, wirken.

Junge, preisgekrönte Kunst

In den Nebenräumen zeigt Dunzendorfer Werke von Elisabeth Vera Rathenböck und Peter Assmann, die sich unter anderem in Gemeinschaftsarbeiten mit Dantes "Göttlicher Komödie" auseinandergesetzt haben, und von Larissa Leverenz. Die diesjährige Preisträgerin des renommierten "STRABAG Art Award" kombiniert in ihren surrealen Arbeiten Siebdruck mit Tusche und Acrylfarbe, architektonische Motive mit Figuren, Kleidungsstücken und Tieren.

Außerdem im Kunstmuseum Artemons zu sehen: eine Rückschau auf den oberösterreichischen Maler Fritz Fröhlich (1910–2001) mit Werken aus den 90er-Jahren.

Das Artemons – ob in der neuen Wiener Dependance oder im Mühlviertler Stammhaus – ist, wie gewohnt, einen Ausflug wert.

Artemons Contemporary Oberösterreich: Sonntag: 10–18 Uhr, Linzerstraße 19, 4202 Hellmonsödt; Wien: Di–Fr 11–18, Sa 11–16 Uhr, Opernring 21, 1010 Wien

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Artikel Hannah Winkelbauer 14. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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