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Das "Crossing Europe" feiert mit 182 Filmen sein Jubiläum

Von 25. bis 30. April findet die 15. Auflage des Filmfestivals statt, das wieder mehr als 20.000 Cineasten nach Linz locken wird

Das "Crossing Europe" feiert mit 182 Filmen sein Jubiläum

C. Dollhofer: seit 2003 Leiterin Bild: VOLKER WEIHBOLD

Die Regisseure Ruben Östlund und Maren Ade haben mehr gemeinsam als Oscar-Nominierungen für den besten fremdsprachigen Film – Ade erhielt sie für die Tragikomödie "Toni Erdmann" mit Peter Simonischek (2016), Östlund für die Satire "The Square" (2016).

Die Deutsche und der Schwede hatten mit ihren ersten Arbeiten auch einen Platz in Linz beim "Crossing Europe". Das Filmfest, dessen Programm für 2018 Intendantin Christine Dollhofer gestern präsentierte, feiert von 25. bis 30. April seine 15. Auflage. Dollhofer und ihr Team können aber nicht nur darauf stolz sein, dass sie dabei geholfen haben, Talente auf ihrem Weg zu Szenegrößen zu unterstützen. Sondern auch darauf, dass sie kompromisslos ihren Weg gegangen sind – mit ästhetisch wie inhaltlich anspruchsvollem Kino.

"Wir sind gleich sehr ambitioniert gestartet. Es hat einige Jahre gedauert, um das Publikum dafür zu begeistern", sagte Dollhofer gestern, deren "Crossing Europe" in den vergangenen Jahren stets Besucherrekorde lieferte: 2017 besuchten 23.000 Menschen Filme, Diskussionen und mehr, 2016 waren es 22.000, im Jahr davor 21.000. Gefeiert wird dies, wie Dollhofer sagte, mit "wahnsinnig vielen Filmen": 182 an der Zahl. Ihr Tenor entspricht der Marke "Crossing Europe": ein Spiegelbild von Land und Kontinent, mit politischer Haltung und exzentrischem Dreh.

Im Kleinen veranschaulichen das die Eröffnungsfilme (25. April). "Jupiter Holdja" des Ungarn Kornél Mundruczó handelt beispielsweise von einem jungen Syrer, der an der Grenze angeschossen wird. Statt zu sterben, gewinnt er übernatürliche Kräfte. Eine Replik auf die Energie Einzelner, die es braucht, um gegen die Abschottungspolitik Ungarns anzugehen. Weltpremiere feiert dann auch "The European Grandma Project", in dem Großmütter aus neun Ländern auf ein Jahrhundert Historie und Lebenserfahrung zurückblicken.

Ebenso erzählt werden starke lokale Geschichten. So würdigt "Und immer wieder geht die Sonne auf" Fan- und Fußballliebe zu Blau-Weiß Linz (27., 29. April), "Jedem Dorf sein Underground" erzählt wiederum die Geschichte des legendären "Röda" in Steyr (26., 27. April). (nb)

Info: Karten-Tel.: 0680/506 1 506, www.crossingeurope.at

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Artikel 12. April 2018 - 00:04 Uhr
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