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CD der Woche: Das Wenige, das mehr ist

Sarah Beth Tomberlin genügt sich mit Gitarre und Stimme. Ihr Debütalbum geht tief unter die Haut. Von Reinhold Gruber.

Das Wenige, das mehr ist

Bild:

Dass sie erst 23 Jahre alt ist, ist die erste Überraschung beim Hören von "At Weddings". Die Klarheit ihrer Sprache, die voll weiser Worte steckt, hätte man von so einer jungen Frau nicht automatisch erwartet.

Zweite Überraschung: Obwohl sich Tomberlin auf ihre glasklare, zum Zuhören zwingende Stimme und die Gitarrenarbeit verlässt, fehlt nichts. Vielmehr lässt die US-Amerikanerin damit den Kern ihrer Kunst ungeschützt. Sie legt ihre innersten Gedanken frei, und man hört ihr gerne dabei zu.

"At Weddings" besitzt das Wahrhafte, das man oft vermisst. Das ist der noch kurzen Lebensgeschichte der Tochter eines Baptistenpastors geschuldet. In einer streng religiösen Familie aufgewachsen, begann Tomberlin nicht nur früh ihren Glauben zu hinterfragen. Sie suchte, wie andere junge Menschen auch, ihre Identität, ihren Platz in dieser Welt.

In der Musik hat sie all das gefunden. Darüber definiert sich die 23-jährige Songwriterin, die in aller Ruhe Herzen erobert. Ihr zuzuhören, ist ein Genuss.

Tomberlin: "At Weddings" (Saddle Creek)

OÖN Bewertung:

 

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Artikel 10. August 2018 - 00:04 Uhr
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