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Wandern kann mehr

Beim Wandern kann man den Alltag loslassen. Bild: OON

Wandern – das Wundermittel für die Gesundheit

Man wird fitter, schöner, glücklicher. Wandern hat an sich schon viele positive Eigenschaften – Oberösterreichs Wanderführerinnen schaffen zusätzlichen Mehrwert.

Von Claudia Riedler, 04. Oktober 2017 - 00:05 Uhr

Seit Jahren wird Wandern als Wundermittel für die Gesundheit gepriesen. Körper und Psyche profitieren gleichermaßen von der Bewegung in freier Natur, sagen Mediziner. So wirkt sich das Wandern positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und damit auf den Blutdruck, das Gewicht und den Stoffwechsel. Wer sich das ganze Jahr über moderat bewegt, ist weniger anfällig für Infekte. Laut Studien sinkt auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen wie etwa Darmkrebs.

Als Training für die Muskeln und damit als Stärkung der Gelenke, Sehnen und Bänder kann der Freiluftsport ebenso gesehen werden. Die Ausdauer wird gefördert und die Beine werden gekräftigt. Wanderer können sich oft besser konzentrieren. Das Gehirn wird gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt, das fördert die Denkleistung. Stress wird abgebaut, weil bei ausgedehnten Wanderungen der Cortisol-Spiegel sinkt. Stattdessen wird die Produktion von Glückshormonen angekurbelt. Wandern wirkt gegen Depressionen und macht gute Laune.

Noch mehr bekommt man, wenn man sich mit einer der ausgebildeten Wanderführerinnen auf Tour begibt: unter anderem Rauchentwöhnung, Stimmbildung, Naturerfahrungen mit allen Sinnen.

Ausdämpfen

 

Sie nutzen die Natur als Seminarraum und kombinieren eine fünftägige Weitwanderung mit einem Nichtraucherseminar:

Barbara Morel und Elena Lütt aus Hörsching. „In guter Luft und herrlicher Natur die körperliche Fitness zu steigern, ist für Körper und Gemüt eine wunderbare Belohnung, die es ermöglicht, das Gewohnheitssystem des Rauchens zu durchbrechen“, sagt Lütt. Abseits des Alltags gelinge es auch leichter, die vorhandenen Handlungsmuster der sogenannten „Gewohnheits-Tschick“ zu löschen und neu zu programmieren. „Ausgepowert, aber glücklich erlebt man Erschöpfung positiv, für viele ein neues Körpergefühl. Es überwiegen die gesunden Gedanken“, sagt Lütt.

Mehr Infos: www.greatoutdoor.org

Natur erforschen

 

„Kinder und Jugendliche finden immer seltener Gelegenheit, sich mit Naturzusammenhängen vertraut zu machen und mit allen Sinnen die Umwelt zu erfassen. Wir möchten deshalb die Sinneserfahrungen erweitern, um sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihren Wissensdrang und die Neugier auf das Leben zu fördern“, sagt Kerstin Diensthuber aus dem Almtal. Gemeinsam mit Martina Gföllner aus Gmunden bietet sie im Salzkammergut Wanderungen für Familien und Kinder.

Es gehe um eigenes Erleben, Forschen und Spielen. „Die Natur sollte wieder der natürliche Spielplatz der Kinder werden, aber nicht, weil wir Erwachsene es ihnen sagen, sondern weil sie es selber entdecken dürfen.“

Mehr Infos: www.waldundberg.at

Käse kosten

 

„Bewusst durch die Natur zu wandern, ist in unserer schnelllebigen Zeit ein wichtiges Thema“, sagt Betty Jehle, Wanderführerin aus Gosau. Sie verbindet ihre Wanderungen gern mit Genuss. „Was gibt es Schöneres, als auf einem Berg zu sein, den Dachsteingletscher vor den Augen, und dann noch 13 verschiedene Käsesorten zu kosten? Die Magdalena von der Rottenhofhütte macht alles selber“, erzählt sie. Wenn man wisse, dass ein Produkt aus der unmittelbaren Umgebung komme, schmecke es gleich viel besser. „So kann ich meine Heimat vermitteln.“ Das Wandern eignet sich auch sehr gut, um runterzukommen, allerdings müsse man sich Zeit nehmen, sagt Betty Jehle. Da hilft zum Beispiel das Fotografieren, weil man da genauer hinschaut. Oder auch das Sammeln von Kräutern und Fossilien.

Wer mit Betty wandern möchte: www.betty-jehle.at

Jodeln vor Glück

„So manchem kommt beim Wandern und der Ankunft am Gipfel ein leises, verhaltenes Juhui aus, weil es doch so schön ist, aber weil man sich nicht traut“, sagt Sabina Haslinger, Wanderführerin aus Ried/Traunkreis. Wer mit ihr auf Tour geht, darf mit Anleitung aus Herzenskraft juchitzen und jodeln. „Und das ist die Urform des Singens“, sagt sie. Laut Studien macht Singen glücklich und verbreitet ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Wenn man das dann noch an einem schönen Platzerl macht und sich die Lungen mit sauerstoffreicher Luft füllen, habe das sicher einen positiven Effekt auf die Gesundheit.

Weitere Pluspunkte bei Haslingers Wanderungen sind Märchen, die sie erzählt, und ihr umfangreiches Wissen über die Kräuter, die man findet.

Termine und Infos: www.sabinahaslinger.eu

 

 

 

 

 

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Kommentare

„Zum Bergwandern hab ich niemanden gebrsucht“ rudolfa.j. Zum Bergwandern hab ich niemanden gebrsu...
„Finde die angebotenen Möglichkeiten des Wanderns interessant. “ gabistaffel Finde die angebotenen Möglichkeiten des ...

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