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"Solange ich lebe, kämpfe ich für erlaubte Sterbehilfe"

Peter Frömmel hat trotz Erkrankung die Lebenslust nicht verloren.

"Solange ich lebe, kämpfe ich für erlaubte Sterbehilfe"

Sein Kopftumor hat aus dem Welser Peter Frömmel einen Aktivisten gemacht.

08. November 2018 - 08:49 Uhr

Zu Ostern 2018 bekam der 62-jährige Welser Peter Frömmel die Diagnose Glioblastom. Der sehr bösartige Kopftumor mit einer Größe von 5,5 Zentimetern wurde operativ entfernt, Strahlen- und Chemotherapie folgten. "Die Chemo mache ich nach wie vor. Ich möchte ja leben und alt werden, aber nicht unter allen Bedingungen", sagte der frühere Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer im August in einem Interview mit den OÖNachrichten. Bis heute geht es dem sportlichen Juristen gut. Seine Energien steckt er in seine Familie, ins Gesundwerden – und in sein "Projekt".

Petition ins Leben gerufen

Peter Frömmel hat eine Petition "Für erlaubte Sterbehilfe in besonderen Notsituationen" ins Leben gerufen, die mit Unterschriften unterstützt werden kann.

"Diese erlaubte Sterbehilfe sollte es ausschließlich für Menschen geben, die schwerst krank oder schwerst altersgebrechlich sind und die eine klare Willenserklärung abgegeben haben. Es darf auch keine Chance auf Genesung oder Besserung bestehen", formuliert es der Jurist, der sein Anliegen schon zahlreichen Politikern vorgetragen hat, weil es zur Umsetzung seines Wunsches einer gesetzlichen Anpassung bedarf.

"Ich denke, dass die Zeit dafür reif ist. Warum müssen todkranke Menschen in die Schweiz oder in die Niederlande fahren, wenn sie aktive Sterbehilfe wollen?", fragt der Welser mit den Ausseer Wurzeln, der seine gesundheitliche und psychische Situation so beschreibt: "Momentan passt es, aber die Rückkehr des Tumors schwebt täglich wie ein Damoklesschwert über mir."

"Früher nicht daran gedacht"

Seit seiner Diagnose hat der sehr gläubige Peter Frömmel mit vielen Menschen über dieses Thema diskutiert. "Die Meinungen gehen auseinander, aber ich stelle fest, dass viele, die Krankheiten hautnah miterlebt haben, eher für die Möglichkeit einer Sterbehilfe sind." Er selbst habe sich als gesunder Mensch wenig mit seiner Endlichkeit auseinandergesetzt. "Ich bin in diese Thematik hineingestolpert und seit ich die Schwerstkranken im Spital gesehen habe, lässt mich der Wunsch nicht mehr los, selbst bestimmen zu wollen, wann ich gehe."

Wenn seine Erkrankung einen tieferen Sinn haben sollte, dann jenen, dass er sich für aktive Sterbehilfe stark mache, solange er das noch könne. "Ich bin eine One-Man-Show und hoffe, dass ich mit meinen Bemühungen erfolgreich bin und im Fall der Fälle in meinem geliebten Bad Aussee sterben kann, mit Blick auf das Tote Gebirge". (bar)

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Kommentare

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„Bräunlich.“ sol3 Bräunlich.
„Erklären Sie das bitte näher.“ Prinzessin2506 Erklären Sie das bitte näher.

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