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Rota-Therapie: Der gesunde Dreh

Michaela Koblinger bei der Rota-Therapie. Die Kinder genießen die sanften Berührungen. Bild: privat

Rota-Therapie: Der gesunde Dreh

Einfache Bewegungen sollen helfen, ins Gleichgewicht zu kommen und Schwächen in Stärken zu verwandeln.

Von Barbara Rohrhofer, 11. September 2013 - 00:04 Uhr

Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Kindern, die verschiedene Probleme haben – vom Rechtschreiben bis hin zur Verdauung, von der Konzentration und unruhigem Schlaf bis zu massiveren Beeinträchtigungen“, sagt Michaela Koblinger aus Ulrichsberg.

Neben dem Legasthenie-Training hat sie sich auf Rota-Therapie spezialisiert. Diese Therapieform setzt bei frühkindlichen Reflexen an, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eigentlich nicht mehr vorhanden sein sollten. Ist das der Fall, würden die Reflexe die Körperspannung der Betroffenen negativ beeinflussen. „Dadurch kann die gesunde Entwicklung beeinträchtigt werden – von Konzentrationsbeschwerden bis hin zu schwereren Beeinträchtigungen“, sagt Koblinger. Beispiel gefällig? „Der Handgreifreflex darf beispielsweise nicht mehr auslösbar sein, wenn das Kind zu krabbeln beginnt.“

Schon Babys können’s lernen

Die Rota-Therapie sei schon für Babys geeignet, da diese nicht aktiv mitmachen müssten. „Gerade kleine Kinder reagieren wahnsinnig schnell auf die Übungen, die ich den Eltern zeige. Manchmal müssen nur Kleinigkeiten im Alltag verändert werden. Zum Beispiel, dass das Kind anders ins Bettchen gelegt wird und dann besser schläft. Mütter können die Übungen mit dem Baby am Schoß erlernen“, sagt die 41-Jährige, die die heilsamen Drehungen bei ihrer Enkeltochter immer wieder ausprobiert. Durch ein individuell abgestimmtes Übungsprogramm mit einfach erlernbaren Drehbewegungen sollen die störenden Reflexe verschwinden oder abgeschwächt werden. „Die Rota-Therapie-Übungen werden einmal gelernt, dann kann man sie daheim anwenden und muss nur alle drei Wochen zur Therapie kommen“, sagt Koblinger.

Nahrung für das Hirn

Das Grundprinzip ist die Rotation im Körper (die Drehung der Wirbelsäule) und die Rotation um die Achsen im Raum. „Die gezielten Rotationsübungen geben dem Hirn wichtige Nahrung“, sagt Doris Barte, Begründerin der Rota-Therapie, die wissenschaftlich noch wenig erforscht ist. „Aber die Praxis zeigt mir, dass es hilft, den Menschen ganzheitlich zu stabilisieren und ins Gleichgewicht zu bringen.“

Wie sich körperliche Schwachstellen auf das Lernen und die Belastbarkeit im Alltag auswirken würden, sei bekannt. „Schon eine normale Verspannung kann den Körper ganz schön ablenken. Daher geht es bei den Rotationsübungen auch um ein Entstressen von Alltagssituationen.“

www.ganzheitliche-foerderung.com

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