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Raucher leben um zehn Jahre kürzer

Jeder Tag ist der richtige, um mit dem Rauchen aufzuhören. Bild: Wodicka

Raucher leben um zehn Jahre kürzer

"Don’t smoke": Ein eindringlicher Appell von renommierten Ärzten aus Österreich soll Bewegung in die Pläne für einen besseren Nichtraucherschutz bringen.

Von Barbara Rohrhofer, 10. Dezember 2014 - 06:56 Uhr

"Rauchen tötet – es war die schlechteste Entscheidung meines Lebens, mit dem Rauchen zu beginnen", sagt der Wiener Journalist Kurt Kuch, der erst Anfang vierzig ist und gegen eine aggressive Form von Lungenkrebs kämpft. Kuch hat es sich zur Aufgabe gemacht, an der Spitze einer österreichweiten Antiraucherkampagne zu stehen.

"Rauchen verursacht nicht nur Lungenkrebs. Auch 14 andere Krebsarten wie beispielsweise alle Karzinome im HNO-Bereich, Blasen- und auch Magenkrebs werden mit dem Nikotinkonsum in Verbindung gebracht", sagt Univ.-Prof. Andreas Petzer, Vorstand der Abteilung Innere I, Medizinische Onkologie der Barmherzigen Schwestern in Linz.

Alle 45 Minuten ein Todesfall

Die Datenlage ist erschreckend: Jede achte Stunde stirbt jemand an den Folgen des Passivrauchens, ungefähr alle 45 Minuten stirbt ein Mensch in Österreich an den Folgen seiner Nikotinsucht.

"Diese Fakten sind die Triebfeder dafür, dass sich führende Mediziner zusammengeschlossen haben, um die Aktion "Don’t smoke" zu starten und ein stärkeres Bewusstsein für die verheerenden Konsequenzen des Nikotinkonsums zu schaffen", sagt Petzer.

"In Österreich ist der Zigarettenkonsum im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch, wir haben 2,8 Millionen Raucher. Das entspricht einem Anteil von 33 Prozent an der gesamten Bevölkerung. Damit liegen wir deutlich über dem europäischen Niveau von 28 Prozent. Noch dazu ist das Einstiegsalter bei Jugendlichen besonders niedrig", sagt der Onkologe.

"Als Mediziner kann man da nicht länger zusehen. Vielen Menschen ist ganz einfach nicht bewusst, wie stark Tabakrauch für Herz- und Gefäßerkrankungen, chronische Lungenerkrankungen sowie Erkrankungen des Gehirns mitverantwortlich sind."

14.000 Menschen sterben laut Gesundheitsministerium jährlich an den Folgen des Rauchens, das ist das Dreißigfache der Zahl an Verkehrstoten.

Ein Viertel aller Krebstodesfälle ist auf Zigarettenkonsum zurückzuführen.

Mehr als drei Viertel aller Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten haben, waren einmal Raucher.

Lebensverkürzung: Raucher leben im Schnitt deutlich kürzer als Nichtraucher – Männer um 9,4 Jahre, Frauen um 7,3 Jahre kürzer, wenn sie zumindest zehn Zigaretten pro Tag rauchen.

Besserer Jugendschutz

Daher hat die Experten-Initiative "Don’t smoke" folgende Forderungen formuliert.

- Nichtraucherschutz durch ein Rauchverbot in allen der Öffentlichkeit gewidmeten Innenräumen, die auch von Nichtrauchern genutzt werden.

- besserer Jugendschutz durch Erhöhung der Altersgrenze auf 18 Jahre für Kauf und Konsum von Tabakwaren

- besserer Raucherschutz durch Erhöhung der Tabaksteuer

- Unterstützung der Betriebe, die von umfassenden Nichtraucherschutzmaßnahmen betroffen sind.

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Kommentare

„... und dann werden wir alle mind. 100 Jahre alt. Wie gut dass wir so engagierte ...“ tribun3 Keine Raucher
„gehen mit gutem Beispiel voran und rauchen auch genüsslich lässig!“ fanatiker Manche Sportlehrer im Gymnasium
„Strawanza, nicht zu viel auf einmal!Billiger Fusel und Ostblock Tschik?Ich mache mir Sorgen um ...“ RevolutionR4 dann vergönn ich mir noch ein Glaserl ...

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