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Neue App hilft pflegenden Angehörigen

Digitale Hilfe: Youtoo nimmt Angehörigen viel Planungsarbeit ab. Bild: lev dolgachov

Neue App hilft pflegenden Angehörigen

"Youtoo" ist gratis und unterstützt Familienmitglieder etwa bei der Planung.

Von OÖN, 13. März 2018 - 00:04 Uhr

Die Betreuung und Pflege von Menschen zu Hause ist eine große Herausforderung für die Angehörigen. Michael Matzner, Gründer des Start-ups "Youtoo", weiß das aus Erfahrung, hat er sich doch viele Jahre um seine demente Mutter gekümmert.

"Eine echte Aufgabe war es dabei auch, Besuche von Verwandten und Bekannten zu koordinieren oder jemanden zu organisieren, der mit der Mama Uno spielt oder zum Arzt geht", erzählt der Bad Schallerbacher. "Das hat mich dann auf die Idee gebracht, diese organisatorischen Dinge auf elektronischem Weg zu lösen. Und so haben wir youtoo.help entwickelt."

Wer spielt Uno mit der Oma?

Die Terminkoordination ist aber nur eine der nützlichen Funktionen von youtoo, wie Tina Hawel, Geschäftsführerin der Youtoo im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte: "Pflegende Angehörige haben meist viele Fragen und wissen oft nicht, wohin sie sich wenden können – oder wo sie die nötigen Hilfsmittel bekommen. Genau dabei soll Ihnen youtoo.help ebenfalls weiterhelfen."

Die Elisabethinen unterstützen die Idee ideell, finanziell und mit Know-how und haben sich deshalb am Start-up-Unternehmen Youtoo beteiligt. Das digitale Tool wird Patienten und Angehörigen in ganz Oberösterreich im Ordensklinikum Linz und den Spitälern der gespag kostenlos zur Verfügung gestellt. "Denn Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause betreuen und pflegen, brauchen jede Unterstützung, die sie bekommen können", so Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.

Die App ist nicht nur im privaten Alltag, sondern auch im Gesundheitswesen eine große Hilfe. Eine der ersten Institutionen, die youtoo.help einsetzt, ist das St. Barbara Hospiz in Linz. "Wir tragen damit die Zeiten ein, wo wir Bedarf für Freiwilligenarbeit sehen, also zum Beispiel am späten Nachmittag, wenn die Besuche weniger und oft die Ängste mehr werden", erzählt Leiterin Margret Krebelder. "Die freiwilligen Mitarbeiter loggen sich ein und können so einzelne Dienste übernehmen." (had)

Ein Video, wie die App funktioniert gibt es auf www.youtoo.help/video. Die Anwendung ist kostenlos und vorerst bei den Elisabethinen erhältlich, demnächst auch in den Gespag-Häusern. Das erste Pilotprojekt startet in Kürze im Landeskrankenhaus Rohrbach.

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