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Junge Ärzte für Forschergeist geehrt

Ehrung im Landhaus (v.l.): Dominik Duscher, Anna Sophie Mursch-Edlmayr, Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Judith Wagner, Dominika Podkowinski, Gernot Kriegshäuser, Landessanitätsdirektor Georg Palmisano Bild: Land OÖ

Junge Ärzte für Forschergeist geehrt

Das Land Oberösterreich vergab fünf Habilitationsstipendien für Humanmedizin

Von Dietlind Hebestreit, 10. Januar 2019 - 00:04 Uhr

Goldene Tapete und altehrwürdige Gemälde: Den festlichen Rahmen des Galeriezimmers im Landhaus in Linz nutzten Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander und Landessanitätsdirektor Georg Palmisano, um die heurigen Habilitationsstipendien für Humanmedizin an fünf Ärzte zu übergeben. Die Habilitation ist die höchstrangige Hochschulprüfung und stellt die Grundvoraussetzung dar, um Professor zu werden. "Mit den insgesamt mit 60.000 Euro dotierten Stipendien bringen wir zum Ausdruck, dass wir den akademischen Weg der Betreffenden wertschätzen", sagte Palmisano. Haberlander zeigte sich besonders erfreut, dass drei der Geehrten Frauen sind.

Heilungsprozess beschleunigt

Die Forschungsgebiete der Stipendiaten sind weit gestreut: Der Schärdinger Dominik Duscher beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass Wunden mit fortschreitendem Alter und bei Diabetes schlechter heilen. Der 31-jährige Schärdinger forscht nicht nur am Linzer Kepler Universitätsklinikum (KUK), sondern auch in München an Methoden, wie die Heilung etwa durch eine Therapie mit eigenen Zellen beschleunigt werden kann. Die Zukunft sind auch Wundheilungspflaster, die als Alternative zu chirurgischen Methoden zum Einsatz kommen könnten.

An der Augenklinik im KUK arbeiten und forschen auch Anna Sophie Mursch-Edlmayr und Dominika Podkowinski. Die 28-jährige Mursch-Edlmayr beschäftigt sich in ihrer Habilitation mit dem Glaukom, das auch grüner Star genannt wird. Wichtiger Faktor ist der Augeninnendruck, der im KUK mit einem modernen Gerät besonders schonend gemessen werden kann, erklärte die Linzerin. Auch die gebürtige Wienerin Podkowinski, die sich in ihren Forschungen mit der Netzhaut beschäftigt, lobte die Ausrüstung des KUK mit modernen Geräten – in ihrem Fall konkret einen speziellen Laser, mit dem die Durchblutung der Netzhaut nichtinvasiv dargestellt werden kann.

Mit der Orientierung des Menschen im Raum beschäftigt sich Judith Wagner. Die 41-jährige Deutsche untersuchte auch, warum sich bei Parkinson-Patienten oft die Körperachse verschiebt und sie sich deshalb in eine Richtung neigen. Mit der Erbkrankheit "Familiäres Mittelmeerfieber", befasste sich Gernot Kriegshäuser vom LKH Steyr. Die seltene Erkrankung bringt Fieberschübe und Schmerzen mit sich.

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