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Die Kraft des Zirbenholzes

Bild: OON

Die Kraft des Zirbenholzes

Im Alpenraum, der Heimat der Zirbe, wird die wohltuende Wirkung dieses Holzes schon lange gelobt. Aber kann die Zirbe die Gesundheit wirklich positiv beeinflussen? Ja, bestätigen Studien des Human Research Institut.

Von Ulrike Griessl, 23. Dezember 2015 - 00:04 Uhr

Unter so manchem Christbaum wird morgen wohl ein hübsch verpackter Zirbenpolster liegen. Denn die heimischen Wirtschaftstreibenden haben den gesundheitlichen Wert dieses Holzes wiederentdeckt und eifrig beworben. Dass die positive Wirkung von Zirbenholz auf den menschlichen Organismus kein reiner Werbegag ist, beweisen Studien. Im Auftrag des Tiroler Waldbesitzerverbandes und der EU hat Maximilian Moser, Leiter des Human Research Institutes für Gesundheitstechnologie und Präventionsforschung am Human Research Institut in Weiz (Steiermark), die Wirkungen von Zirbenholz auf Kreislauf, Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden untersucht.

Studie über Zirbenholz

"Wir haben getestet, ob Massivholz als Zimmerverkleidung und als Material für Betten Auswirkungen auf das Befinden hat", berichtet Moser. Die beiden Testzimmer sahen rein äußerlich gleich aus: die Wände waren bis auf zwei Drittel vertäfelt, die Decke zur Gänze. Das Inventar bestand aus Holztisch, Bank, Bett und kleinem Kasten – jeweils entweder in der Version "Zirbe" oder optisch identisches Holzdekor. "Letzteres bestand aus Hartfaserplatten mit einem Furnier drauf", erläutert Moser.

Nach Aufenthalten im Zirben- und im Holzdekor-Ambiente zeigten sich bei den Versuchspersonen signifikante Unterschiede in der Herzfrequenz, den vegetativen Parametern und der Erholungsqualität.

Die Kraft des Zirbenholzes
Im Zirbenzimmer erholt sich der Körper nach Belastungstests deutlich schneller.  
Bild: OÖN.

"Das Zirbenholz bewirkte eine niedrigere Herzschlagsrate bei und nach körperlichen und mentalen Belastungen. Der vegetative Erholungsprozess in den Ruhephasen war beschleunigt", sagt der Wissenschafter. Im Gegensatz zu Holzdekor sei in den Zirbenholzräumen auch keine Wetterfühligkeit aufgetreten.

In einer zweiten Studie ging es um die Schlafqualität. Ergebnis nach drei Monaten mit 72 Schlafmessungen pro Betttyp: Wer seine Nachtruhe lieber einem Bett aus Zirbenholz als einem Holzdekorbett anvertraut, erspart dem Herzmuskel eine Stunde Arbeit – und das sind immerhin 3500 Herzschläge. Das spricht für erholsamen Schlaf. "Selbst die Umgänglichkeit der Testpersonen wurde durch den Aufenthalt im Zirbenzimmer oder Zirbenbett gesteigert. Sie wurden nach eigenem Empfinden kontaktfreudiger und extrovertierter", sagt Moser.

Und noch etwas soll für Zirbenholz sprechen: Am Institut für Genetik der Uni Salzburg wurde festgestellt, dass es in feuchter Umgebung Bakterien besser stoppen kann als das Holz von Pappel, Buche und Ahorn. Zum "Gesundheitsholz" wird die Zirbe durch den Inhaltsstoff Pinosylvin. Auch ein ätherisches Öl lässt sich aus em Holz destillieren. Auf Kleidermotten wirkt Pinosylvin zur Freude von uns Menschen gar nicht positiv: In einer 15-wöchigen Studie verminderte sich die Larvenzahl in Zirbenholzkästchen um 48 Prozent, bei anderen Holzarten höchstens um ein Drittel.

Buchtipp: "Das Geheimnis der Zirbe: Gesund im Schlaf", Maximilian Moser, Servus- Verlag; 4,99 Euro

 

Fakten über Die Zirbe

Die Zirbe kommt bis in 2000 Meter Seehöhe vor. Sie gehört zu den Kieferngewächsen und kann 1000 Jahre alt werden. Die größten geschlossenen Bestände gibt es im Nationalpark Hohe Tauern. Das aromatisch duftende Holz wird als Möbel- und Schnitzholz verwendet. Zapfen und Samen dienen der Lebensmittelproduktion und der Produktion von Spirituosen wie Zirbenlikör und Zirbenschnaps.

 

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„Bei diesem Gestank des frischen Möbilars darf man diese durchaus noch 1-2 Wochen auslüften ...“ lm Bei diesem Gestank des frischen Möbilars...

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