Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 21. Jänner 2019, 21:27 Uhr

Linz: -3°C Ort wählen »
 
Montag, 21. Jänner 2019, 21:27 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Mord-Statistik 2018: Zahl der getöteten Frauen auf 41 gestiegen

WIEN. 70 Menschen sind nach vorläufigen Zahlen 2018 in Österreich bei Delikten, die von der Polizei als Mord angezeigt wurden, getötet worden. 41 als Mordopfer geführte Frauen sind auch ohne Dezember-Auswertung ein Höchstwert der vergangenen zehn Jahre.

Das Bundeskriminalamt lobt eine Belohnung für Hinweise aus. Bild: vowe

Im Jahr davor waren es 36 Frauen (und 26 Männer) nach 28 Frauen (und 21 Männern) 2016. In der Statistik der vergangenen zehn Jahre wurden 2015 die wenigstens Frauen als Mordopfer angeführt (17; 23 Männer). Laut Statistik des Bundeskriminalamts (BK) waren unter den Mordopfern 29 Männer. 

Die wenigstens Mordopfer im Vergleich der vergangenen zehn Jahre gab es laut BK 2014 mit insgesamt 38 (je 19 Männer und Frauen). 70 als Mordopfer geführte Getötete 2018 bedeutet mit 2012 (34 Männer, 36 Frauen) einen Höchststand seit 2009.

In die Zahl der Täter sind alle an den angezeigten Morden beteiligten Personen inkludiert (also auch Beitragstäter). Als an den Delikten Beteiligte wurden 76 Personen ausgeforscht, 41 österreichische und 35 ausländische Staatsbürger. Die meisten Täter in der Rubrik "Fremde" stammten mit je sieben aus Serbien und dem Kosovo.

2017 finden sich in der Statistik 89 Täter, davon 76 Inländer und 13 "Fremde". Die Daten bilden für 2017 im Zehnjahresvergleich die meisten an Morden beteiligten inländischen Täter ab, 2018 wurde hingegen eine Höchstzahl an Tätern ohne österreichische Staatsbürgerschaft registriert (jeweils inklusive Beitragstäter, Anm.).

Meist familiäre Beziehung zum Opfer

Die meisten Täter standen 2018 in einer familiären Beziehung zum Opfer - insgesamt 37 (26 in einer Hausgemeinschaft, elf ohne einer solchen). 16 Täter-Opfer-Beziehungen wurden als "Bekanntschaftsverhältnis" angeführt.

Details zeigt die Statistik auch zu den Tatorten: 21 von der Polizei als Mord eingestufte Verbrechen ereigneten sich 2018 (Jänner bis November) in Wohnungen, neun in Wohnhäusern, zwei in Wohnhausanlagen und zehn an einem öffentlichen Ort, auf der Straße oder auf einem Parkplatz. Drei der als Morde in dieser vorläufigen Statistik geführten Verbrechen wurden in einer Asyl- oder Fremdenunterkunft begangen, zwei in einem Beherbergungsbetrieb.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 10. Januar 2019 - 14:02 Uhr
Mehr Chronik

Landwirt beim Bäumefällen von Stamm erschlagen

GRAZ. Ein 58 Jahre alter Landwirt ist am Montagnachmittag bei Forstarbeiten auf seinem Anwesen im ...

Tulln: Frau starb nach Stichen in Hals, Ehemann festgenommen

TULLN. Auf einem Parkplatz ist am Montagnachmittag eine 32-Jährige erstochen worden.

ÖBB-Strecke über Pass Lueg ab Donnerstag wieder offen

SALZBURG. Die seit dem 10. Jänner gesperrte Bahnstrecke am Pass Lueg in Salzburg wird voraussichtlich ...

Polen landeten nach Konsum von Cannabisschokolade in Tirol im Spital

SÖLDEN. Drei Polen, darunter ein Mann und zwei Frauen im Alter von 36, 37 und 38 Jahren, haben am Sonntag ...

Dauerhaft Arme sterben bis zu zehn Jahre früher

WIEN. Dauerhaft arme Menschen sterben zehn Jahre früher als der Rest der Bevölkerung.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS