Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 21. September 2018, 04:06 Uhr

Linz: 25°C Ort wählen »
 
Freitag, 21. September 2018, 04:06 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Strache entschuldigt sich bei Wolf und zahlt 10.000 Euro

WIEN. Im Streit um das "Lügen"-Posting von Heinz-Christian Strache hat es einen außergerichtlichen Vergleich gegeben: Der Vizekanzler muss Armin Wolf 10.000 Euro zahlen - den Betrag will der ORF-Moderator spenden.

Showtime für Strache: Stronach als stiller Gast

Heinz-Christian Strache im Gespräch mit Armin Wolf. Bild: ORF

ZiB2-Moderator Armin Wolf und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache haben sich in der Causa Facebook-Posting außergerichtlich verglichen. "Der FPÖ-Chef und ich treffen uns doch nicht vor Gericht." Mit diesen Worten beginnt Armin Wolf seinen neuen Blog-Beitrag: "Herr Strache entschuldigt sich".

Strache wird sich demnach per Inserat in der "Kronen Zeitung" sowie zehn Tage lang auf seinem Facebook-Profil für den Vorwurf der Lüge entschuldigen, schrieb Wolf am Dienstag in seinem Blog. Straches Sprecher bestätigte dies auf APA-Anfrage.

 

Strache hatte in der Nacht auf Faschingsdienstag (13. Februar) auf seinem persönlichen Facebook-Profil ein Meme gepostet. "Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden", hieß es da vor einem Foto von Wolf im ZiB-Studio: "Das sind der ORF und das Facebook Profil von Armin Wolf." Das Posting wurde von Strache mit Emoji geschmückt und als "Satire" bezeichnet. Wolf klagte wegen Kreditschädigung, Ehrenbeleidigung und übler Nachrede.

Im nun geschlossenen außergerichtlichen Vergleich verpflichtet sich Strache, "diese - oder sinngleiche Behauptungen zu unterlassen", teilte Wolf am Dienstag mit. Per Facebook und "Krone" wird sich Strache entschuldigen, und zwar "bei Armin Wolf und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des ORF für diese unzutreffende Aussage". Weiter heißt es: "Ausdrücklich halte ich fest, dass ich Dr. Armin Wolf stets als höchst korrekten und professionellen Journalisten erlebt habe." Die Aussage "ziehe ich daher als unwahr zurück".

In Straches Facebook-Chronik war das Posting am Dienstagnachmittag nicht mehr zu finden. Ab Mittwoch soll die Entschuldigung auch zehn Tage lang in seinem Beitragsfeed fixiert bleiben.

Zusammengefasst hat die Auseinandersetzung für Strache ein teures Nachspiel. Der Vizekanzler muss:

  • sämtliche Kosten tragen
  • eine schriftliche Entschuldigung zehn Tage lang auf seiner Facebook-Seite fixieren
  • ein Inserat auf der Seite 3 der "Kronen Zeitung" schalten
  • und 10.000 Euro an Wolf zahlen, der den Betrag an das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) spenden wird

 

"Mir scheint diese Lösung fair und sinnvoller als ein möglicherweise jahrelanger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen, da ich nicht annehme, dass der Vizekanzler eine (wahrscheinliche) Verurteilung ohne Berufungsverfahren akzeptiert hätte", erklärte Wolf in seinem Blogartikel. 

"Damit ist die Angelegenheit für mich erledigt und mein Anwalt Michael Pilz (Danke für die exzellente Vertretung!) hat die Klage zurückgezogen", schreibt Wolf.

Vergleichsgespräche zwischen ORF und Strache

Die Klagen des ORF gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bzw. gegen Facebook in Sachen "Lügen"-Posting sind vorerst noch nicht erledigt. Derzeit "laufen Vergleichsgespräche zwischen den Anwälten", erklärte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz gegenüber der APA. Straches Entschuldigung bei ZiB 2-Moderator Amin Wolf bzw. den ORF-Journalisten bezeichnete er am Dienstag als "wichtigen Schritt".

Der ORF hatte den Vizekanzler sowie das soziale Netzwerk auf Unterlassung und Widerruf geklagt. Von Facebook will man die netzwerkweite Löschung des Sujets, da ein Löschungsantrag erfolglos geblieben war.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 14. März 2018 - 08:46 Uhr
Mehr Chronik

Wolfsverdacht im Stadtgebiet von Weitra

WEITRA. Seit Ende Juli haben sich Wolfssichtungen im Waldviertel gehäuft.

Auch in Linz: Polen stahlen 130 Autos und verursachten 2,1 Millionen Schaden

WIEN. Ein Vorurteil, wonach Polen beim Stehlen weniger Hemmungen haben, hat sich im Falle einer ...

Deutscher stürzte am Großglockner in den Tod

KALS. Ein 78-jähriger Deutscher ist am Mittwoch am Großglockner tödlich verunglückt.

Deutscher stürzte bei Wanderung in Ramsau in den Tod

RAMSAU AM DACHSTEIN. Ein 60-jähriger Wanderer aus Deutschland ist Donnerstagmittag in der Ramsau (Bezirk ...

Grab von Mordopfer geschändet

WIEN. Der Grabstein eines Mordopfers am Stammersdorfer Friedhof in Wien-Floridsdorf ist mit purpurfarbenen ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS