Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 23. Juli 2018, 10:00 Uhr

Linz: 20°C Ort wählen »
 
Montag, 23. Juli 2018, 10:00 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Raubkopien: Bundesheer zahlte Microsoft 3,8 Millionen Euro

WIEN. Das Bundesheer soll laut einem Bericht der Rechercheplattform "Dossier" jahrelang Microsoft-Software ohne Lizenz verwendet haben und deshalb 3,8 Millionen Euro nachgezahlt haben.

Bild: Hans Punz (APA/HANS PUNZ)

Das Verteidigungsministerium betonte dagegen, dass keine Raubkopien eingesetzt worden seien und "die Lizenzierung gemäß Vereinbarung mit Microsoft ordnungsgemäß erfolgte".

Laut dem "Dossier"-Bericht erhielt das Heer 2007 ein E-Mail der Firma Microsoft, wonach das Ressort tausende unlizenzierte Arbeitsplätze mit Microsoft-Betriebssystemen und Office-Paketen betreibe und nur 9.000 gültige Lizenzen für rund 17.000 Arbeitsplätze besitze. Das Unternehmen soll dann für einen Fünfjahresvertrag rund zwölf Millionen Euro verlangt haben - inklusive 3,8 Millionen Euro Nachzahlung für unlizenzierte Arbeitsplätze.

Im Ministerium versteht man die Aufregung nicht. In einer schriftlichen Stellungnahme wird betont, dass der Ablauf bei den Lizenzverträgen korrekt und vorschriftsmäßig sei, was auch im Rahmen von Audits der Hersteller überprüft werde. "Der Vorwurf des Einsatzes von Raubkopien und der massiven Unterlizenzierung kann (...) nicht nachvollzogen werden."

Das Verteidigungsressort habe bis 2007 einen Lizenzvertrag mit Microsoft über Bundesbeschaffungs GmbH-Vertragspartner gehabt, der das Betriebssystem, Office-Anwendungen und Serverlizenzen beinhaltete. Dieser Vertrag sah laut Ministerium eine "periodische Anpassung an den sich ändernden Bedarf" vor, am Ende jedes Vertragszeitraums wurden demnach im Zuge von "True-ups" zusätzliche Lizenzen verrechnet. "Aus Kostengründen im Zuge der damals strengen notwendigen Einsparungen wurde dieser Vertrag 2007 beendet und abgerechnet, Lizenzen waren dafür anzukaufen." Alle Maßnahmen seien im Rahmen der Lizenzbestimmungen erfolgt und das Ministerium habe das damalige Vertragskonstrukt in Abstimmung mit Microsoft eingehalten, heißt es in der Stellungnahme. Ein 2015 abgeschlossenes Audit der Firma bestätige dies.

Details über die Vertragskonditionen gab das Ministerium freilich nicht bekannt - mit der Begründung, dies dürfe man aufgrund einer entsprechenden Vertragsklausel nicht.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 03. Januar 2018 - 12:17 Uhr
Mehr Chronik

Lenker krachte mit 1,66 Promille mit Auto in Hilton Hotel

WIEN. Bei einem spektakulären Verkehrsunfall in Wien-Landstraße waren Sonntag früh fünf Schwerverletzte zu ...

Motorradlenker mit zwei Promille zwei Mal aufgehalten

BÜRS. Unglaublich: Nachdem Vorarlberger Polizisten einem stark alkoholisierten Motorradfahrer den ...

Betrunkene soll Feuer in Wiener Wohnhaus gelegt haben: 30 Bewohner evakuiert

WIEN. Dramatische Szenen bei einem Wohnungsbrand in der Nacht auf Sonntag in Wien-Ottakring: Bei einem ...

Überbesetzter Pkw prallte gegen Hausmauer: Fünf Verletzte

GRAZ. Ein mit sieben Personen besetzter Pkw ist am Sonntag in Graz beim Abbiegen in eine Hausmauer gefahren.

Scheiben in Zügen eingeschlagen: Polizei sucht diesen Mann

WIEN. Die Polizei ist auf der Suche nach einem Mann, der im Frühjahr zahlreiche Scheiben der Wiener ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS