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Nach Granateneinschlag Straf- und Disziplinaranzeige gegen Schützen

ALLENTSTEIG. Das falsche Eingeben von Zieldaten war die Ursache für den Einschlag einer Granate in ein Wohngebiet, so der Bericht der Kommission des Bundesheeres. Der Schütze wurde angezeigt.

Nach Granateneinschlag Straf- und Disziplinaranzeige gegen Schützen

Granatensplitter haben auch einige Autos getroffen. Die Leute werden sicher noch mehr Schäden bemerken.}Michael bauerOberst im Ministerium Bild: HBF

„Ab jetzt wird dreifach, vierfach kontrolliert, das passiert keinem Soldaten mehr. Jeder wird darauf schauen“, sagte gestern Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium. Das Scharfschießen am Dienstag war mit falschen Daten durchgeführt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

Falsches Ziel im System

Der Geschützführer der Panzerhaubitze hatte statt dem automatischen den manuellen Modus im Navigationssystem eingestellt. Nach einem Stellungswechsel bekam das Feuerleitsystem der Haubitze falsche Daten. Die richtigen Daten waren im automatischen Modus. Das Geschütz feuerte die Granate ab, sie schlug drei Kilometer von ihrem Ziel entfernt in einer Wohnsiedlung ein. „Der Geschützführer ist abgezogen worden. Ihm geht es nicht gut, er befindet sich in psychologischer Betreuung“, sagte Bauer. Das Bundesheer hat gegen den Schützen Straf- und Disziplinaranzeige eingebracht. Wenn der Verdacht auf eine Pflichtverletzung besteht, sei eine derartige Maßnahme ein normaler Vorgang, damit eine etwaige Untersuchung nicht verjähren kann, sagt Bauer.

Eine Schadenshöhe durch den Granateneinschlag ist noch nicht bekannt. „Wir haben das Loch im Asphalt aufgefüllt und Fensterscheiben ersetzt“, sagte Bauer. „Die Granatensplitter haben auch Autos getroffen. Die Betroffenen sollen diese sofort reparieren lassen und uns die Rechnungen schicken.“ Die Leute sollten so leben wie bisher, sagte Bauer. (maju)

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Artikel 19. September 2009 - 00:04 Uhr
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