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Juwelier überfallen: „Gedacht, das ist meine letzte Minute“

STADT HAAG. Psychische Folgen für die Opfer sind noch nicht absehbar – Von den Tätern fehlt jede Spur.

Juwelier-Ehepaar überfallen: „Ich hab’ gedacht, das ist meine letzte Minute“

Opfer eines brutalen Überfalls: Maria und Karl Hinternberger in ihrem Juweliergeschäft in Stadt Haag. Bild: kerschi.at

Fernsehkrimis schaut sich Karl Hinternberger, Juwelier in Stadt Haag (Bez. Amstetten), nie an. „Da wird doch nur potenziellen Ganoven eine Handlungsanleitung geboten“, sagt er. Schon seit Jahren habe er befürchtet, „dass sie auch bei uns einmal zuschlagen werden“. Hunderte Male habe er sich mit seiner Frau Maria überlegt, wie man sich in so einem Fall richtig verhält. Am Dienstag wurde es ernst. Todernst. Wie exklusiv auf nachrichten.at berichtet, wurde das Ehepaar Opfer eines Raubüberfalls. „Ich hab’ gedacht, das ist meine letzte Minute“, sagt Maria Hinternberger.

Um 16.30 Uhr sind sie und ihr Mann gerade in einem Nebenraum. „Wegen dem schönen Wetter haben wir die Tür offen lassen, da hör’ ich, wie wer hereinkommt, bin hin zu ihm und hab’ ihn gefragt, was es sein darf.“ Allein von seinem Äußeren habe sie ein ungutes Gefühl gehabt. Ein osteuropäischer Typ sei es gewesen, rundes Gesicht, stämmig, bekleidet mit beigem Overall. Statt einer Antwort versetzt ihr der Unbekannte einen Schlag auf den Kopf und nimmt sie in den Schwitzkasten. „Ich hab’ geschrien wie am Spieß, hab’ nur gedacht, dass ich keinen Widerstand leisten darf.“ Irgendwie kann sie sich aus der Umklammerung lösen: „Ich bin hingefallen, er auf mich drauf.“

Karl Hinternberger hört die Hilferufe: „Ich hab’ meine Frau neben dem Tresor liegen gesehen, ein Täter über ihr, ein zweiter stand daneben. Ich hab’ auf sie eingeschrien, das muss sie erschreckt haben, denn auf einmal hat der Erste von ihr abgelassen und sie sind davon.“ Das Duo flüchtet Richtung Autobahn, die Fahndung bleibt erfolglos. Maria Hinternberger kommt mit blauen Flecken davon. Schwerer wiegen die psychischen Folgen: „Ich zittere am ganzen Leib, brauche Beruhigungsmittel.“ Allein in den Verkaufsraum will sie nicht mehr, „und die Tür werden wir jetzt immer absperren“.

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Artikel Alfons Krieglsteiner 26. September 2013 - 00:04 Uhr
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