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Extrembergsteiger verunglückte im Tennengebirge tödlich

WERFENWENG. Der Salzburger Extrembergsteiger und Kletterer Siegfried "Sigi" Brachmayer ist am Donnerstag im Tennengebirge tödlich verunglückt. Er dürfte 200 Meter tief abgestürzt sein, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte.

Der bekannte Bergsportler Sigi Brachmayer ist tödlich verunglückt Bild: Matthias Fritzenwallner

Der 63-jährige Altenmarkter war laut Polizei am Abend als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einer Klettertour nicht nach Hause gekommen war. Bei einem Sucheinsatz konnte er kurz vor Mitternacht von Bergrettung und Alpinpolizei nur noch tot aufgefunden werden.

Der genaue Unfallhergang ist noch nicht klar, Brachmayer war offenbar alleine unterwegs. Sein Leichnam wurde im Bereich der "Rumpelkammer" unter den steilen Südwänden des Rauchecks (2.431 Meter) gefunden. Ein Hubschrauber barg am Freitagvormittag den Toten. 

Zum Verhängnis wurde ihm ausgerechnet jene Kletterroute, die er vor Jahren mit seinem Seilpartner Albert Precht erstbegangen hatte. Wie die Bergrettung Salzburg mitteilte, dürfte er bei Sanierungsarbeiten den Halt verloren haben und 200 Meter in die Tiefe gestürzt sein. Precht war 2015 auf Kreta verunglückt. Die beiden zählten in jüngeren Jahren zu den Kletterpuristen, die die Verwendung fix gesetzter Kletterhaken ablehnten. Später setzten sie selbst gebaute Bohrhaken, die „Sigi-Bolts“, ein.

Seit 37 Jahren Mitglied der Bergrettung

Brachmayer war mehr als 37 Jahre Mitglied der Bergrettung und als Organisator der "Altenmarkter Alpintage" bekannt, die einmal im Jahr im Pongau stattfinden. Nach dem Tod seiner beiden Bergfreunde auf Kreta hat er auf der Insel beim Aufbau einer professionellen Bergrettung mitgeholfen.

Wie der Ortsstellenleiter der Bergrettung Altenmarkt, Thomas Gotthardt, am Freitag sagte, sei der Mittelpunkt Brachmayers Lebens immer der Bergsport gewesen. "Er lebte diese Leidenschaft, sei es bei Skitouren oder beim Klettern. Er steckte mit seiner Energie alle Freunde an. Seine Leidenschaft übertrug er auch auf andere Menschen, nahm diese mit in die Berge und begleitete so den einen oder anderen Bergsteiger bei seinen ersten Kletter-, Ski- oder Bergtouren."

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Artikel nachrichten.at/apa 12. Oktober 2018 - 13:07 Uhr
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