Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 11. Dezember 2018, 10:09 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Dienstag, 11. Dezember 2018, 10:09 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Ein halbes Jahr nach der Tat: Wo ist Friedrich Felzmann?

STIWOLL. Am Sonntag, 29. April, ist es ein halbes Jahr her, dass Friedrich F. in der Steiermark zwei Nachbarn erschossen und eine Nachbarin schwer verletzt hatte.

"Soko Friedrich" wird nach drei Monaten eingestellt

Wo ist Friedrich Felzmann? Bild: APA

Seither fehlt vom damals 66-Jährigen jede Spur. Laut einem Polizeisprecher sind alle Hinweise abgearbeitet, neue würden "nur noch sporadisch bis spärlich" einlangen. Schon vor drei Monaten hatte die "Soko Friedrich" ihre Tätigkeit eingestellt.

Der Weststeirer Friedrich F. hatte am 29. Oktober 2017 in Stiwoll westlich von Graz im Zuge eines Nachbarschaftsstreits einen Mann (64) und eine Frau (55) mit einem Kleinkalibergewehr erschossen und eine weitere Nachbarin (68) schwer verletzt. Dann war er mit seinem Kleinbus geflüchtet, der wenig später in einem Wald gefunden wurde. Dann verlor sich die Spur des 66-Jährigen.

Zur unmittelbaren Suche nach F. wurde alles eingesetzt, was technisch und personell möglich war - von Hunderten Polizisten in Schutzausrüstung und Hundestaffeln über Kameras, Nachtsichtgeräte, Infrarot-Ortungsgeräten an Polizeihubschraubern und Bundesheer-Fahrzeugen. Sogar eine Kameradrohne des österreichischen Herstellers Schiebel überflog das Gebiet mehrmals, in dem F. zuletzt gesehen wurde. Es gab keinen Hinweis, dass sich der Gesuchte - ein passionierter Naturfilmer, der die Gegend wie seine Westentasche kenne - in der Umgebung von Stiwoll aufgehalten hat. Die leise Hoffnung, dass man unter Umständen den Leichnam von F. nach der Schneeschmelze finden werde, hat sich ebenfalls zerschlagen. Auch die Überprüfung von Kontakten von F. in Österreich sowie in Deutschland, Polen, Kroatien und Ungarn hat keine Hinweise gebracht.

Der Schütze von Stiwoll firmiert - neben Tibor Foco - auf der Homepage des Bundeskriminalamtes (BK) unter den Top zwei von "Austria's most wanted persons". Auf Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, ist eine Summe von 5.000 Euro ausgesetzt. Die Tätigkeit der aufgelösten Soko wurde in die normalen Strukturen des Landeskriminalamts Steiermark zurückverlagert. Die Beamten werden von dort aus eventuellen weiteren Spuren nachgehen. Weit über 400 Hinweise aus der Bevölkerung wurden abgearbeitet. Eine letzte möglicherweise weiterführende Spur erkaltete erst jüngst: Etwa 300 bis 400 Meter von der Stelle entfernt, an der der Kleinbus stand, wurde im Wald eine Skizze entdeckt. Sie wurde laut einem grafologischen Gutachten jedoch nicht von dem Gesuchten angefertigt.

Die Tathandlung sei grundsätzlich geklärt, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Ein Bericht an die Staatsanwaltschaft werde erstellt. Falls es doch eine neue Entwicklung im Falle F. gebe, könne die Ermittlung jederzeit wieder aufgenommen werden.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 26. April 2018 - 07:02 Uhr
Mehr Chronik

Kinder sexuell missbraucht: 13 Jahre Haft für Vorarlberger

FELDKIRCH. Ein 46-jähriger Mann ist in Vorarlberg unter anderem wegen des schweren sexuellen Missbrauchs ...

Tödlicher Bootsunfall am Wörthersee: Medienmanager beruft

KLAGENFURT. Jener Medienmanager aus Niederösterreicher, der Mitte Mai am Landesgericht Klagenfurt wegen ...

Aufregung um Nikolaus-Rede in Bad Gastein

BAD GASTEIN. Wenig besinnliche Inhalte präsentierte ein Nikolaus bei seiner Rede im Salzburger Pongau.

Österreichische Kochlegende ist tot

MONDSEE. Er war Österreichs erster Drei-Hauben-Koch und führte ein Gourmet-Restaurant am Mondsee: Der ...

Immer noch Milliarden an Schilling-Beträgen im Umlauf

WIEN. Sechzehn Jahre nach der Einführung des Euro befinden sich laut österreichischer Nationalbank immer ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS