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Autoverkehr verdoppelte sich in vergangenen 30 Jahren

WIEN. In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Autoverkehr hierzulande verdoppelt, seit 50 Jahren sogar verfünffacht.

Verkehr

Bild: Weihbold

Allein seit 2012 hat der Autoverkehr um mehr als sieben Milliarden gefahrene Kilometer zugenommen, zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Donnerstag. Das Klimaziel sei aber nur durch weniger Autoverkehr erreichbar, betont der VCÖ.

>>> Lesen Sie dazu auch: Das sind die meistbefahrenen Autobahnen Oberösterreichs

Grund für die Zunahme des Autoverkehrs ist laut VCÖ unter anderem der stark gesunkene Besetzungsgrad. Waren 1980 im Schnitt noch 162 Personen in 100 Autos unterwegs, sind es heute nur mehr 115. "Die massive Zunahme der Anzahl der Autos, insbesondere der Zweitautos, führte dazu, dass heute viele lieber selber hinter dem Lenkrad sitzen, statt mit jemand mitzufahren", erklärte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Daneben wurden die Autos in den vergangenen Jahren breiter und schwerer, während immer häufiger nur eine Person im Auto sitzt. "Mit einem Besetzungsgrad wie im Jahr 1990 könnten jährlich bis zu elf Milliarden Autokilometer vermieden werden", betonte sie.

Schere zwischen Stadt und Land

Zudem geht die Schere bei Mobilitätsverhalten zwischen Stadt und Land stärker auseinander, wobei sich vor allem in den Städten das Mobilitätsverhalten geändert habe, wie die Analyse zeigt. So lag beispielsweise in Graz die Zahl der Autos pro 1.000 Einwohner im Jahr 1991 höher als in den übrigen steirischen Bezirken. Heute kommen in Graz 469 Pkw auf 1.000 Einwohner, außerhalb von Graz gibt es in der Steiermark 641 Pkw pro 1.000 Einwohner.

Hier können Sie im Detail nachlesen, in welchen Bezirken Oberösterreichs es die meisten Autos gibt und wie sich die Zahlen in den vergangenen Jahren entwickelt haben. 

In den Städten Linz (507), Steyr (566) und Wels (588) ist in Oberösterreich die Zahl der Autos pro 1.000 Einwohner am niedrigsten, in den Bezirken Grieskirchen (663), Rohrbach (667) und Eferding (671) am höchsten, wie diese Grafik zeigt: 

 

Auch die Zersiedelung befördert laut VCÖ die Zunahme des Autoverkehrs. Siedlungen und Supermärkte außerhalb der Ortskerne, zusammen mit fehlenden Rad- und Gehwegen führen dazu, dass viele Alltagswege mit dem Auto gefahren werden.

"Autoverkehr deutlich reduzieren"

"Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs bis zum Jahr 2030 um ein Drittel zu reduzieren. Mit der Zunahme des Autoverkehrs nehmen aber auch die CO2-Emissionen zu. Um das Klimaziel zu erreichen, ist der Autoverkehr in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren," betonte Rasmussen.

Aus Sicht des VCÖ bedarf es dazu neben mehr Radwegen und einer fußgängerfreundlichen Verkehrs- und Raumplanung in den Gemeinden und Städten ebenfalls eines dichteren Bahnnetzes, sowie häufigeren Verbindungen. Zusätzlich brauche es eine umfassende ökologische Steuerreform nach schwedischem Vorbild.

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Artikel nachrichten.at/apa 06. Dezember 2018 - 15:39 Uhr
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