Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 18. April 2019, 23:08 Uhr

Linz: 15°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 18. April 2019, 23:08 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

23-Jähriger wegen Brandstiftung vor Gericht

SALZBURG. Der Mann soll am 29. August in der Mietwohnung einer Bekannten im Bezirk Zell am See an fünf Stellen ein Feuer entfacht haben.

Justizia

(Symbolbild) Bild: Wodicka

Der Anklage zufolge dürfte es sich um einen Racheakt gehandelt haben, es entstand erheblicher Sachschaden. Der Österreicher beteuerte seine Unschuld.

Die Mieterin hatte dem damals obdachlosen Angeklagten vorübergehend Unterkunft gewährt. Der 23-Jährige habe zuvor bei einer anderen Bekannten übernachten dürfen, nachdem er aber einen Fernseher und eine Spielkonsole beschädigt habe, habe sie ihn mit einem Trick aus der Wohnung bekommen, schilderte Staatsanwalt Roland Finster. Danach habe der Mann die Mieterin der Wohnung im Bezirk Zell am See gebeten, ob er dort einige Tage schlafen könne. Die Frau habe zugestimmt.

Allerdings soll es nach einiger Zeit zu Unstimmigkeiten zwischen der Mieterin und dem 23-Jährigen gekommen sein. Den Schilderungen des Staatsanwaltes zufolge forderte sie ihn auf, nicht mehr ihre Zigaretten zu rauchen und die Musik leiser zu drehen. Als der Beschuldigte am nächsten Tag alleine in der Wohnung war, soll es zu der Tat gekommen sein. Ein Anrainer alarmierte die Einsatzkräfte. Ein gerichtlich beeideter Brandsachverständiger wertete die Spuren aus. Er stellte vier Brandstellen im Wohnzimmer und eine in der Küche fest.

Der Angeklagte, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, bestritt jedoch, den Brand gelegt zu haben. "Warum soll ich die Bude anzünden, das gibt keinen Sinn", sagte er bei dem Prozess am Landesgericht Salzburg zur vorsitzenden Richterin des Schöffensenates, Ilona Schalwich-Mozes. Er tue auch niemandem etwas zuleide, betonte er noch.

Der Staatsanwalt beantragte eine Einweisung des Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme, aber zurechnungsfähige Rechtsbrecher. Der Angeklagte leide an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, sagte Finster. Der vorbestrafte 23-Jährige erklärte, er nehme weder Drogen noch Tabletten, er benötige auch keine Therapie. Ein Urteil wird vermutlich noch heute gesprochen.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 09. November 2018 - 11:49 Uhr
Mehr Chronik

Feuer in Wohnung: Wienerin "in letzter Minute" gerettet

WIEN. Eine 27-jährige Frau hat sich am Donnerstagnachmittag vor den Flammen in ihrer Wohnung in ...

Trächtige Katze mit Projektil im Bauch in Niederösterreich entdeckt

VÖSENDORF/PERCHTOLDSORF. "Emma" wird nun vom Wiener Tierschutzverein umsorgt.

Bis zu 24 Grad: So wird das Wetter am Osterwochenende

WIEN. Meist ist das Wetter zu den Osterfeiertagen eher bescheiden, doch in diesem Jahr spielt es mit.

Siebenjähriger Skifahrer im Pinzgau verirrt: Von Joggerin entdeckt

KRIMML / ZELL AM SEE. Ein siebenjähriger Schüler, der sich am Mittwochnachmittag im Skigebiet in Krimml ...

Vater erstach 18-jährigen Sohn im Schlaf und beging Suizid

BREGENZ. Ein 18-Jähriger ist Dienstagfrüh in Bregenz im Schlaf von seinem Vater erstochen worden, der ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS