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Werner „beinhart“ Gregoritsch: Erstbesteigung, rauschfrei

Von Christoph Zöpfl 17. Juni 2019 00:04 Uhr

Werner "beinhart" Gregoritsch
Werner "beinhart" Gregoritsch

Die Unter-21-Mannschaft des Österreichischen Fußball-Bundes ÖFB hat eine "Expedition auf den Mount Everest" vor sich. So bezeichnete jedenfalls ihr Trainer Werner Gregoritsch die gestern in Italien eröffnete Unter-21-Europameisterschaft, in der Österreich heute auf Serbien trifft.

Es handelt sich um eine Erstbesteigung, denn nie zuvor hatte sich eine ÖFB-Auswahl in dieser Altersklasse für eine EM qualifizieren können. Das Basislager des Teams zwischen Udine und Triest liegt in einer Weingegend. Für "Bergführer" Gregoritsch werden es trotzdem rauschfreie Tage – zumindest so lange seine Mannschaft im Turnier ist.

Der 60-jährige Steirer ist nach der Qualifikation für die EM zum Abstinenzler geworden. Bei der OÖN-Gala-Nacht des Sports im Februar im Brucknerhaus haben einige seiner oberösterreichischen Bekannten nicht schlecht gestaunt, weil der "Gregerl" Bier und Wein großräumig ausgewichen ist. Als früherer Kicker des SK Voest oder Trainer des LASK war der ausgebildete Lehrer (Deutsch, Sport) feucht-fröhlichen Feierabenden weniger abgeneigt gewesen. Mit dem sich selbst auferlegten Alkoholverbot will er vorleben, wie hoch die Bedeutung der EM-Teilnahme ist. Gregoritsch hat diesem Turnier in den vergangenen Monaten alles untergeordnet. "Das kann etwas ganz Besonderes werden", sagt der Vater von zwei Söhnen. Den Michael könnte er bei der EM in Italien ganz gut brauchen. Der Stürmer des FC Augsburg ist als 25-Jähriger für einen Einsatz allerdings schon viel zu alt. Mit 15 hatte Gregoritsch – damals als Kapfenberg-Coach – seinen Filius im Spiel gegen die Wiener Austria erstmals in der Bundesliga eingesetzt. Der Trainer-Bua wurde ausgepfiffen – und schoss bei der dritten Ballberührung ein Tor. Das war der bisherige Höhepunkt des Trainers Werner Gregoritsch. Der "Everest" in Italien könnte ein zweiter werden. Seinen persönlichen Gipfelsieg hat er vor 20 Jahren gefeiert, als er eine Hodenkrebs-Erkrankung überstand. Seine Familie – Frau Susanne und die Söhne Michael und Matthias (33) waren damals seine wichtigste Hintermannschaft.

Artikel von

Christoph Zöpfl

Leiter Sportredaktion

Christoph Zöpfl
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