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Vincent Kriechmayr: König vom Lauberhorn

Von Alexander Zambarloukos   21. Januar 2019

König vom Lauberhorn Von Alexander Zambarloukos
Vincent Kriechmayr fuhr mit der Nummer sieben zum Abfahrtstriumph in Wengen.

Wer die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewinnt, wird nicht nur mit 40.000 Euro belohnt, sondern auch mit einem Hubschrauberrundflug. Und der gibt bei Postkartenwetter und traumhafter Kulisse aus Eiger, Mönch und Jungfrau extrem viel her.

Es ist der ideale Moment, die Seele baumeln zu lassen vor der kräftezehrenden Kitzbühel-Woche, für die Vincent Kriechmayr in eindrucksvoller Manier die Werbetrommel gerührt hat. Der 27-jährige Gramastettner, der zuvor in Beaver Creek und zweimal im heurigen WM-Ort Åre triumphiert hatte, stand zum ersten Mal bei einem Klassiker ganz oben auf dem Stockerl. Es fühlt sich speziell an, wenn man vor 38.000 überwiegend Schweizer Ski-Fans ausgerechnet Lokalmatador Beat Feuz in die Schranken weist.

"Als Kind träumt man eher von Kitzbühel, aber Wengen ist das zweitwichtigste Rennen abgesehen von Olympia und Weltmeisterschaften. Es ist genial, hier gewonnen zu haben", sagte Kriechmayr, der rein von der Physis wie gemacht ist für die mit Abstand längste Abfahrt im Weltcup-Zirkus. "Vince" strotzt nur so vor Kraft, Energie und Ausdauer. Diese Grundlagen holt er sich im Sommer – nicht nur beim "normalen" Aufbautraining im Kreise seiner ÖSV-Speed-Kollegen, sondern auch in der oberösterreichischen Heimat auf dem Bauernhof von Zwillingsbruder Raffael. Wenn Zeit bleibt, hilft Vincent bei der Versorgung der rund 70 Rinder unermüdlich mit.

Für Kriechmayr ist das die normalste Sache der Welt, Starallüren sind ihm fremd. Daran wird auch der Erfolg in Wegen nichts ändern. Warum auch? "Vince" ist, wie er ist – authentisch, ehrlich, unverändert hungrig, lernfähig und ein Teamplayer, der über den Tellerrand hinausblickt. Papa Heinrich, ehemaliger Skilehrer in Obertauern, hat dem Junior das Talent in die Wiege gelegt und ihm gemeinsam mit Mama Gertrudis, Kunstgeschichte-Lehrerin aus Belgien, Bodenständigkeit und Anstand mit auf den Weg gegeben.

Aktuell ist Erntezeit. Für "Vince", seine Skifirma Fischer und Servicemann Wilfried "Wiff" Wieser, mit dem Kriechmayr das ideale Wengen-Paket geschnürt hat. Glückwunsch!

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