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Menschen

Slawomir Dadas: Ein beliebter Reformer

Von Roland Vielhaber   19. Januar 2019 00:04 Uhr

Ein beliebter Reformer Von Roland Vielhaber
Der gebürtige Pole hat eine neue, mutige Struktur für die Diözese mitentwickelt.

Offen, beliebt, aber auch einer, der das letzte Wort hat, wenn Entscheidungen anstehen – so wird Slawomir Dadas von den Gläubigen in seiner Pfarre Wels-Vogelweide beschrieben.

Gestern stand der Seelsorger neben Bischof Manfred Scheuer in der ersten Reihe in der Welser Messehalle 20A. Vor 600 Teilnehmern aus verschiedensten kirchlichen Bereichen präsentierte Dadas als sogenannter Themenpate ein mögliches Modell, wie sich die Diözese Linz mittels neuer Strukturen erfolgreich auf einen "Zukunftsweg" begeben kann. Das Ziel lautet: Wie schafft es die Kirche, trotz Personalmangels möglichst nahe am Menschen zu sein?

Dadas ist einer, der diese Nähe vorlebt. Als ehemaliger polnischer Badminton-Nationalteamspieler ist er auch heute noch am Ball, wenn er Welser Kindern und Jugendlichen vereinsmäßig als Trainer zur Seite steht. Gleichzeitig öffnete er das Gotteshaus im Welser Stadtteil Vogelweide: Hochzeiten werden hier gefeiert, Theater wird gespielt und auch andere Organisationen, die nicht unbedingt mit der katholischen Kirche zu tun haben, finden hier einen Veranstaltungsort.

Dadas, ein gebürtiger Pole, kam 1989 als 24-Jähriger nach Österreich. "Es war eine Entscheidung zwischen Jugendwahn und Begeisterung, weil ich nicht gewusst habe, was mich erwartet. Ich wollte aber in ein Land, das zu wenige Priester hat", erzählt er den OÖN. 1992 beendete er sein Theologiestudium. Seine Doktorarbeit "Versöhnte Verschiedenheit" gilt laut "Kathpedia" als nicht unumstritten, weil Dadas kritische Worte gegenüber so mancher römisch-katholischer Gruppe in der Diözese Linz fand. Vor der Priesterweihe wirkte er als Seelsorger ein halbes Jahr lang in Papua Neuguinea, danach war er in Hörsching Pfarrer. Dort genießt Dadas nach wie vor einen guten Ruf, 2009 kam er nach Wels und im September vor drei Jahren wurde er zum Generaldechant der Diözese gewählt. Ein Amt, das es übrigens in der von ihm mitentwickelten neuen, mutigen und österreichweit einzigartigen Reform nicht mehr geben soll.

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