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Markus Tschank: Gudenus’ Weggefährte

Von René Laglstorfer 19. August 2019 00:04 Uhr

Markus Tschank
Nationalratsabgeordneter Markus Tschank (re.)

Nachdem bekannt wurde, dass der Glücksspielkonzern Novomatic das FPÖ-nahe "Institut für Sicherheitspolitik" (ISP) mit insgesamt 200.000 Euro finanziert, rückt erneut ein eher unbekannter Politiker ins Licht der Öffentlichkeit

FPÖ-Nationalratsabgeordnete sowie ISP-Gründer und -Präsident Markus Tschank - für die FPÖ ist der zweifache Vater, der Jus und Management in Wien und Paris studierte, schon lange aktiv: 2003 wurde er an der Seite von Ex-FP-Klubobmann Johann Gudenus stellvertretender Bundesobmann beim Ring Freiheitlicher Jugend. 2013 hat Tschank für seinen engen Weggefährten Gudenus ein Rechtsgutachten zur Privatisierung von Teilen des Wiener Wassers erstellt, das als "weißes Gold" auch im Ibiza-Video Thema war. 2017 zog er in den Nationalrat ein.

Erstmals wirklich in die Schlagzeilen geriet der 40-jährige Rechtsanwalt aus Wien, als sich Ende 2018 herausstellte, dass das damals von Parteikollege Mario Kunasek geführte Verteidigungsministerium für Analysen, unter anderem zu Russland, jährlich 200.000 Euro an sein ISP zahlte. Nachdem der frühere FP-Chef Heinz-Christian Strache im am 17. Mai veröffentlichten Ibiza-Video unter anderem über verdeckte Parteienfinanzierung mittels Vereinskonstruktionen sprach und dabei auch Novomatic erwähnte, wurde bekannt, dass Tschank – bis 4. Juni noch designierter Finanzreferent der Freiheitlichen – in sechs verdächtigen FPÖ-nahen Vereinen tätig war, unter anderem als Kassier. Gegen diese sechs Vereine, darunter auch das ISP, sowie fünf ÖVP- und zwei SPÖ-nahe Vereine ermittelt derzeit die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen des Verdachts auf verdeckte Geldflüsse. Auch gegen Tschank selbst wurde die WKStA wegen des Vorwurfs der Untreue aktiv. Am 13. Juni wurde seine Immunität als Abgeordneter aufgehoben.

Tschank beteuerte stets seine Unschuld. Zu den Novomatic-Zahlungen an das ISP, die er bestätigte, sagte er, dass es "zu keiner Zeit weder direkt noch indirekt Zahlungsflüsse an eine Partei oder parteinahe Organisationen" gegeben habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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