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Menschen

Lukas Dikany: Ein Abt der Gemeinschaft

Von Thomas Fellhofer 12. Juni 2019 00:04 Uhr

Ein Abt der Gemeinschaft von Thomas Fellhofer
Der neue Abt des Stiftes Schlägl

Zu ihrem neuen Abt wählten die Schlägler Chorherren gestern ihren Mitbruder Lukas Dikany. Er folgt nach 30 Jahren dem nunmehr emeritierten Abt Martin Felhofer nach.

Als Hochzeitspfarrer und Taufspender war Dikany in den vergangenen Jahren für viele Mühlviertler stets die erste Anlaufstelle. Die Gläubigen schätzen seine Herzlichkeit und hängen dem begabten Redner bei seinen Predigten an den Lippen. Als Krankenhaus-Seelsorger kennt der 52-jährige Prämonstratenser aber auch die Ängste und Leiden der Mühlviertler Gläubigen. Und diese schätzten ihn: "Ein Mensch, der immer die passenden Worte findet. Bei Taufen, am Grabstein oder wenn ein Paar sich bindet", schrieb die Katholische Frauenbewegung in einem Gedicht zu seinem silbernen Priesterjubiläum, welches Lukas Dikany vor einem Jahr in der Pfarre Arnreit feierte. Seine Primiz zelebrierte er am 20 Juni 1993 in seiner Heimatpfarre Putzleinsdorf.

Als Abt-Nachfolger wurde er zuletzt nicht mehr an erster Stelle gehandelt. 2016 legte er nämlich nach 18 Jahren das Amt des Priors zurück, verließ das Leitungsteam des Stiftes Schlägl und ging in die Seelsorge. In Arnreit und im Rohrbacher Spital war er zuletzt für die Gläubigen da. "Mir war und ist es wichtig, bei Menschen allen Alters und jeder Befindlichkeit zu sein, weil ich gerne Seelsorger bin. Ich freue mich schon auf beide Aufgaben", sagte der damals scheidende Prior.

Dem Stift Schlägl gehört er nun schon mehr als 31 Jahre an. Jetzt kehrt der Mühlviertler als neues Oberhaupt der Schlägler Chorherren doch wieder ganz ins Stift zurück. "Ich bin überwältigt vom Vertrauen der Mitbrüder. So einen Schritt kann man nur wagen im Vertrauen, dass die Mitbrüder zusammenstehen", sagte er nur wenige Augenblicke nach seiner Wahl. Denn die Gemeinschaft sei ihm besonders wichtig: "Ich will alle ins Boot holen", versprach der neue Abt. Dabei will er auf Gottes Hilfe vertrauen. Als Seelsorger und Priester möchte er den Menschen ein sympathisches Jesus- und Gottesbild ins Herz malen, ganz wie sein Namenspatron Lukas der Evangelist.

Artikel von

Thomas Fellhofer

Lokalredakteur Mühlviertel

Thomas Fellhofer
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