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Er will Trump das Fürchten lehren

Von Heidi Riepl   07. Mai 2019 00:04 Uhr

Er will Trump das Fürchten lehren von Heidi Riepl
Der 76-Jährige will es noch einmal wissen.

Joe Bidens Botschaft ist simpel: "Es geht um alles, und ich bin der richtige Mann dafür."

Mit diesen Worten präsentiert sich Joe Biden als möglicher Nachfolger von US-Präsident Donald Trump. Denn sollte Trump acht Jahre regieren, "wird er für immer und grundlegend den Charakter dieser Nation verändern", warnt der Demokrat, der sich den Einzug in das Weiße Haus schon vor 50 Jahren als persönliches Karriereziel gesetzt hatte.

Es ist bereits Bidens dritter Anlauf auf das höchste US-Staatsamt. 1988 wurde ihm zum Verhängnis, dass er ganze Passagen des britischen Labour-Politikers Neil Kinnock übernommen hatte. 2008 stand er chancenlos im Schatten von Barack Obama und Hillary Clinton. Diesmal zumindest geht Biden als Favorit ins parteiinterne Rennen um die Präsidentschaftskandidatur.

Joe Biden ist ein politisches Urgestein. Der 76-Jährige mit dem Spitznamen "Onkel Joe" mischt bereits seit mehr als vier Jahrzehnten im Washingtoner Polit-Zirkus mit. Unter Obama war er Vizepräsident. Jetzt hofft er, dass er von der Sehnsucht nach den Obama-Jahren zehren kann. Der langjährige Senator, der politisch in der Mitte angesiedelt ist, will vor allem in den Schlüsselstaaten die Trump-Wähler zurückgewinnen. Seine explizit zur Schau gestellte Nähe zur weißen Arbeiterschaft ist aber nicht bloß Wahltaktik. Biden hat in all den Jahren in der Politik nie seine Bodenständigkeit verloren. Er wuchs in Scranton im Bundesstaat Pennsylvania auf, einer von Kohle und Schwerindustrie geprägten Stadt. Die Finanznot seiner Eltern und ein Stotterleiden bescherten ihm eine schwierige Kindheit. Auch seine persönlichen Schicksalsschläge bewegen viele Amerikaner: 1972 starben seine erste Frau und seine kleine Tochter bei einem Autounfall, die zwei Söhne überlebten schwer verletzt. Sein Sohn Beau verstarb dann 2015 an einem Hirntumor. Sollte Biden die Wahl gewinnen, wäre er mit 78 Jahren der älteste Präsident Amerikas. Ein Grund, der ihn wiederum für viele unwählbar macht: Denn wie soll Amerikas Demokraten mit ihm ein Neuanfang gelingen?

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