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Dietrich Mateschitz: Energie im Blut

Von Martin Roithner 18. Mai 2019 00:04 Uhr

Energie im Blut Von martin roithner
Der Unternehmer und Milliardär feiert übermorgen seinen 75. Geburtstag.

Er gilt all jenen als Vorbild, deren Studium etwas länger dauert: Rund 20 Semester soll sich Dietrich Mateschitz mit Betriebswirtschaft gequält haben.

Ein mit viel Zucker versetztes Getränk verhalf dem gebürtigen Steirer zum Geldregen. Am Montag wird der reichste Österreicher 75. Mit dem erstmaligen Einzug der Salzburger Fußballer in die Champions League hat er sich bereits selbst beschenkt.

Die Erfolgsbasis als Unternehmer legte Mateschitz bei einer Dienstreise. Als Zahnpasta-Vertreter der Unilever-Tochter Blendax stieß er in den 80er-Jahren in Thailand auf den Energydrink "Krating Daeng", zu Deutsch "roter Stier". Mateschitz kam auf den Geschmack, erwarb die Lizenzrechte und gründete 1987 Red Bull.

32 Jahre später hat der Konzern aus Fuschl am See 12.239 Mitarbeiter und setzt 5,5 Milliarden Euro um. Mateschitz gehören 49 Prozent, den Rest hält die thailändische Familie Yoovidhya. 2018 wurden 6,8 Milliarden Dosen Red Bull getrunken.

Den Konzern als Getränkehersteller zu bezeichnen, würde aber zu kurz greifen. Mateschitz hat ein Sport-, Medien-, Immobilien- und Gastronomie-Imperium aufgebaut und es wie kaum ein Zweiter verstanden, die Marketingtrommel zu rühren. Red Bull besitzt Fußballmannschaften und -akademien, zwei Formel-1-Teams, zwei Eishockeyclubs und sponsert Hunderte Spitzensportler – auch in der alternativen Sportszene und in Extremsportarten.

Red Bulls Aufstieg hat viel Geld auf das Konto des Ideengebers gespült. Das US-Magazin "Forbes" schätzt das Vermögen von Mateschitz auf 18,9 Milliarden Dollar (16,9 Milliarden Euro). Nur 52 Menschen sind weltweit reicher als er. Ans Aufhören denkt der medienscheue Unternehmer noch lange nicht. Offen ist aber, wer Mateschitz einmal als Chef nachfolgt: Zwar leitet Sohn Mark (27) die konzerneigene Biermarke – aber als Mehrheitseigentümer hat die thailändische Familie Yoovidhya das letzte Wort.

Artikel von

Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

Martin Roithner
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