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Philipp Hochmair: Fantastischer Einspringer

Von Helmut Atteneder   11. August 2018 00:04 Uhr

Fantastischer Einspringer Von Helmut Atteneder
"Jedermann" Philipp Hochmair

In Haag am Hausruck wissen sie es schon lange: Aus dem Philipp Hochmair wird noch einmal was. Oft haben sie ihn Texte lernen gehört im Haus seiner Großmutter, bei offenem Fenster. Spätestens seit Donnerstag ist der 44-jährige Schauspieler ein großer Sohn der kleinen Hausruckgemeinde. Weil er etwas geschafft hat, das sich niemand vorstellen konnte. Er schon.

Am Mittwoch hatte der in Hamburg und Wien lebende Hochmair erfahren, dass Tobias Moretti als Jedermann krankheitsbedingt ausfallen wird. Am Donnerstagabend stand er, dessen Rockkonzert-Variante "Jedermann reloaded" mit seiner Band "Elektrohand Gottes" schon auf vielen Bühnen bejubelt worden war, in der Hauptrolle auf der Bühne vor dem Salzburger Dom. Und triumphierte.

Philipp Hochmair wurde als Sohn eines Beamten und einer Ärztin in Wien geboren. Auch sein Bruder ist Arzt. Zunächst interessierte er sich für Malerei und Grafik, bis er mit 17 Jahren in der Schule ein Erweckungserlebnis hatte. Als eine Lehrerin behauptete, dass niemand in der Klasse ein Gedicht auswendig aufsagen könne, stand ein junger Mann in der letzten Reihe auf und rezitierte den "Totentanz": Philipp Hochmair.

Der Weg zum Jedermann und vielen anderen klassischen Rollen war geebnet, wiewohl sich Hochmair auch vom Elternhaus emanzipieren musste: "Ich habe heute ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Aber ich musste mich erst aus dieser bürgerlichen Welt befreien." Von 1993 bis 1997 studierte der 44-Jährige, der einem breiteren Publikum als schwuler Politiker "Joachim Schnitzler" in der Serie "Vorstadtweiber" bekannt wurde, am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Bei Klaus Maria Brandauer war er Meisterschüler.

2003 wurde er ans Burgtheater berufen, sechs Jahre später ging er ans Hamburger Thalia Theater. Seit 2016 ist Philipp Hochmair freier - und sehr gut gebuchter - Schauspieler. Die Zeit bei seinen Großeltern in Haag am Hausruck empfindet er bis heute als prägend. Das gilt auch fürs Kulinarische: Mostbratl in der Rein und mit Knödelmasse gefülltes Huhn kocht er am liebsten.

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