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Alois Ferscha: Der Computer-Dompteur

Von Dietlind Hebestreit   24. Februar 2017 00:04 Uhr

Der Computer-Dompteur Von Dietlind Hebestreit
Lehre und Forschung liegen Alois Ferscha gleichermaßen am Herzen.

"Der beste Computer ist der, bei dem man nicht bemerkt, dass man mit ihm zu tun hat"

In treffenden Worten erklärt Alois Ferscha, worauf seine Arbeit am Institut für "Pervasive Computing" an der Johannes Kepler Universität Linz hinzielt. Dabei entstanden geniale Produkte, wie eine Datenbrille zum Navigieren und realen Erleben im Internet oder Sensorschuhe, die Tragebewegungen und Trittabfolgen messen und übertragen – und das lange, bevor ähnliche Innovationen sich in unser tägliches Leben eingeschlichen haben.

Dabei hatte der Burgenländer aus Oberpullendorf als Junger ganz andere Pläne: "Zuerst wollte ich Gärtner werden, das haben meine Eltern verhindert. Dann wollte ich in Wien Kunst studieren, das hat mein Direktor verhindert", blickt der 54-Jährige zurück. Ein Brotberuf sollte es werden: Informatiker. Der heutige Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Linz studierte schließlich Wirtschaftsinformatik an der TU Wien. Es folgten zahlreiche Auslandsaufenthalte. 2000 gründete er in Linz das erste Institut für "Pervasive Computing" weltweit. "Ich muss keinen einzigen Tag arbeiten – mein Beruf ist meine Berufung", zeigt der Informatik-Pionier große Leidenschaft für sein Metier.

Doch nicht nur die Sache liegt dem Professor am Herzen: "Ich möchte junge Menschen darauf vorbereiten, dass sie ihre eigene Zukunft gestalten." Ein Beispiel dafür ist der Next Generation-Schwerpunkt, der gestern im AEC Linz seinen Anfang genommen hat (Bericht am Samstag).

In seiner kargen Freizeit züchtet der Wahlmühlviertler Rosen. Dass es 64 an der Zahl sind, ist für einen Informatiker kein Zufall, schließlich handelt es sich dabei um eine Zweierpotenz. Mit einem mulmigen Gefühl schaut der Vater einer 27-jährigen Tochter in Richtung seines Geburtstags am Faschingsdienstag. "Mit 55 plus bekommt man in Wien bereits verschiedene Vergünstigungen", schmunzelt der Dekan.

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