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Leserbriefe

Warum Sterbehilfe hinterfragt werden sollte

Von Otto Pjeta   12. April 2021 17:50 Uhr

Eine österreichische Gesellschaft mit menschenfreundlichem Namen (Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende ÖGHL) bestellt bei einem Meinungsforschungsinstitut eine Abfrage zum Thema Sterbehilfe.

Die Ergebnisse werden von der Gesellschaft als Studie publiziert. Sie sind die Schlagzeile in vielen Medien. Mich interessieren aber nicht nur die Überschriften und verpackte Botschaften der ÖGHL, sondern auch die Fragen und deren Formulierung dahinter, welche Unterlagen den Medien zur Verfügung gestellt wurden und wer von den berichterstattenden Journalisten tatsächlich die ganze Studie kritisch lesen konnte.

Wollen wirklich 80 Prozent der Österreicher einen assistierten Selbstmord? Wünschen sich wirklich 57 Prozent, dass Vereine diese Sterbehilfe als Tätigkeitsbereich übernehmen sollen? Kann man ein bezahltes Umfrageergebnis seriös als Meinung der Österreicher bezeichnen? Ich denke, diese Schlagzeilen sind zu hinterfragen.

Presseaussendungen abzuschreiben kann jeder, über ein Thema mit diesen weitreichenden Folgen für uns Senioren zu berichten, benötigt aber Journalisten, die kritisch recherchieren und sich ihrer Verantwortung bewusst sind.

Dr. Otto Pjeta, Landarzt und Seniorenreferent der Ärztinnen und Ärzte

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