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Leserbriefe

Gesunde Maskenträger

Von Helmut Höfler, Steyregg   02. August 2022 20:32 Uhr

Muss ich als vorsichtiger und eigenverantwortlicher Mensch Diskriminierung hinnehmen?

Ich bin weder Corona-positiv noch anderweitig krank, trage aber zu meinem Schutz eine FFP2-Maske, wenn ich einen Supermarkt, eine Apotheke, Bank usw. betrete. Was passiert einem „gesunden Maskenträger“? In der Bank: Beim Betreten wird man von einem Bankangestellten in Empfang genommen und zum hintersten Schalter eskortiert. Wird dann noch Bargeld behoben, wird man höflich darauf hingewiesen, man möge doch einen höheren Barbetrag abheben, damit die Bankbesuche eingeschränkt werden.

Im Supermarkt: Wird man beim Anstellen an der Kasse mit einer Maske bemerkt, wird man zu einer unbesetzten Kasse umgeleitet, welche nur für mich kurzfristig geöffnet wurde. Der Großteil der Supermarktkunden macht ohnehin einen großen Bogen um einen FFP2-Maskenträger. Im Textilgeschäft: Statt einem Grüß Gott schallt einem entgegen: „Wenn Sie Corona haben, verlassen Sie bitte das Geschäft.“

Muss ich als vorsichtiger und eigenverantwortlicher Mensch derartige Diskriminierungen, als wäre ich ein „Aussätziger“, hinnehmen? Ist das nicht eine Verdrehung der aktuellen Pandemie-Situation? Früher mussten sich Kranke krankmelden; jetzt scheint es, als müssten sich Gesunde gesundmelden – um am Alltagsleben ungehindert und ohne Stigma teilnehmen zu können. Eine verrückte Welt.

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