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Leitartikel

Kann denn Arbeit auch Leben sein?

29. April 2017 00:04 Uhr

Keine Arbeit zu haben, sei wie Folter, sagte dieser Tage ein Langzeit-Arbeitsloser in den OÖN. Hört man in Österreich hinein, zum Beispiel in den meistgehörten Radiosender Ö3, drängt sich der Eindruck auf, dass nur eines noch schlimmer sein kann: nämlich Arbeit zu haben.

  • Lesedauer etwa 2 Min
Da wird spätestens Sonntagabend vor der Hörerfamilie das am Montag bevorstehende Arbeitsleid beklagt und am Donnerstag begonnen, das hohe Lied des freien Wochenendes zu singen. Das eigentliche Leben nimmt seinen Anfang, wenn die Arbeit ein Ende hat. Nicht anders die Politik, die mit ihren Rezepten (von der Hacklerpension bis zum eingefrorenen Frauen-Pensionsalter) ja nichts anderes tut, als das Leben zu trennen: in einen arbeitsfreien (den guten) Teil und einen Rest, in dem wir leiden müssen.