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Volkskultur

Gotthard Wagners "Singende Gärten"

Von Klaus Huber  15. Juli 2021 00:04 Uhr

Stellen wir uns vor, anno 2121 stöbern unsere Nachkommen in hundert Jahre alten Berichten: Staunend lesen sie von einer Zeit, in der Oberösterreich noch einen Gletscher hatte, immerhin 55 Prozent der Bevölkerung sich zum katholischen Glauben bekannten und – es klingt verrückt – man im Sommer 2020 nicht einmal im Garten gemeinsam singen durfte!

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Das war einer Seuche zu "verdanken", die sich hauptsächlich über Aerosole verbreitete, und bekanntlich stößt niemand so viele Tröpfchen aus wie jemand, der lauthals singt. Wie reagierte man auf dieses Verbot? Chöre hatten Pause. Der Kulturaktivist Gotthard Wagner, mit den Urfahraner Aufgeigern bekannt geworden, fand dagegen einen listigen Ausweg. Er war nicht bereit, seine als "Singende Gärten" konzipierte Veranstaltung abzusagen, sondern taufte sie einfach um in "Summende Gärten". Die