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Blick ins Kastl

Waffenwahn

Von Peter Grubmüller 12. Juni 2019 00:04 Uhr

Ein Massaker, das die USA verändert?

14 tote Kinder, drei erschossene Lehrer schockten wieder einmal die USA: Am Valentinstag 2018 betritt ein ehemaliger Schüler die M. Stoneman Douglas Highschool in Parkland, Florida, und schießt mit einem Sturmgewehr um sich. Er hat die Tat angekündigt und die Waffe legal gekauft.

In "Never Again – Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn", dem gestern ausgestrahlten Arte-Film von Sebastian Bellwinkel, schildern Überlebende und die Mutter einer getöteten Schülerin, wie sie unter den schlimmsten Momenten ihres Lebens noch heute leiden. Und wenn Zeugen erzählen, wie sie "über die Leichen steigen mussten", erfährt der Film eine befremdliche Wahrhaftigkeit.

Bizarr sind jene Szenen, in denen Bellwinkel Waffenläden besucht, und ihm etwa ein stolzer Verkäufer eine neue Waffe mit Schalldämpfer präsentiert. Wozu man so eine Waffe brauche? Ein Kunde erklärt es so: "Wenn ich mich mal nachts verteidigen muss, würde ich niemanden aufwecken."

Überlebende Schüler des Massakers haben die größte Demonstration gegen Waffengewalt seit den Vietnamkrieg-Protesten organisiert. In rund 700 Städten der USA gingen Millionen auf die Straße. Ein schmerzhafter Film, der seine letzte Hoffnung aus der Jugend speist.

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