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Wein-Blog

Weingut Waldschütz - Kamptal: Weine aus den kostbaren Gaben der Erde

Von Hans Stoll 13. Mai 2019 09:12 Uhr

Markus (links) und Reinhard Waldschütz im Gewölbekeller

Nahe von Strass im Strassertal, am Rande es Kamptales liegt die Ortschaft Elsarn. Mitten in der idyllischen Sphäre befindet sich einer der Vorzeigebetriebe der Region: das Weingut von Reinhard und seinem Sohn Markus Waldschütz.

Vater Reinhard Waldschütz führt seit Mitte der 1990er Jahre den ständig gesund gewachsenen Betrieb. „Ich war damals in der Weinbauschule mit 2 Hektar der flächenmäßig kleinste Weinbauer. Doch ich wurde dort gefördert, motiviert und setzte mir klare Ziele!“

Heute bewirtschaftet der Weinbaubetrieb 30 Hektar eigene Lagen und verarbeitet weiter 15 Hektar zu hochwertigen Orts- und Riedenweine. Naturnahes Arbeiten in den Gärten (bei den Spitzenprodukten sind max. 3-4 Trauben am Stock) gehört ebenso zur Philosophie des Hauses, wie die möglichst schonende Verarbeitung des hochwertigen Traubenmaterials im Keller.

Gelesen wird prinzipiell an kühlen Tagen, die langsame, kühle Gärung passiert unter ständiger Kontrolle und man gibt den Weinen genug Zeit, um sich nach der Gärung noch ein wenig auf der Feinhefe ausruhen zu dürfen. Am Ende des Prozesses ergibt dies naturbelassene, sortentypische Weine mit Charakter und Stil.

Beeindruckend der gehaltvolle Kamptal DAC Lagenwein von der Ried Stangl: fruchtiges Aromaspiel nach Steinobst, erfrischender Zitrusbegleitung, ausgewogene Präsenz am Gaumen, mit brillantem Säure-Extraktspiel und erfrischendem Nachhall. Ein genussreiches Highlight wird mit dem Riesling DAC Reserve der Lage Gaisberg präsentiert: saftig am Gaumen, elegante Säurestruktur, klare Steinobstnoten nach Pfirsich und tropischen Früchten und einem langen Abschiedswinken beim Abgang.

Granitsteinfässer für einen besonderen Veltliner

Ein besonders interessantes Projekt liefert Junior Markus Waldschütz. Nach erfolgreichen Praxisjahren von Kalifornien bis Neuseeland, befasst er sich intensiv mit der Natursteintechnologie. Das vom Passauer Alois Bauer entwickelte Granit-Natursteinfass ist im Inneren weder gesägt, noch geschliffen oder poliert und beherbergt den Grünen Veltliner „Steinvision“ für 12 Monate auf der Feinhefe. Der daraus gewonnene Veltliner zeigt sich mit ausgeprägten tropischen Früchten, feinwürzig, sehr komplex am Gaumen mit feiner Säurestruktur und sehr mineralisch-salzig im Nachhall.

Alles in Allem: die „Waldschützen“ haben sich zudem mit der zukunftsweisenden Erweiterung der Kelleranlagen für die nächsten Jahre/Jahrzehnte bestens aufgestellt und werden für weitere nationale und internationale Spitzenbewertungen sorgen.     

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Hans Stoll

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