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Wein-Blog

Kleiner Jahresrückblick zum Weinjahr 2021

Von Hans Stoll  29. Dezember 2021 16:49 Uhr

Winterruhe am Zöbinger Heiligenstein

Mit etwas verspätetem Austrieb, speziell im Donauraum und einer folgenden Trockenperiode startete das Jahr 2021 in den Weingärten. Belohnt wurden die Winzer mit einer passenden Niederschlagsverteilung im Sommer und einem sonnig-goldenen Herbst, der für eine, beinahe durch die Bank, perfekte Balance der wichtigsten Werte sorgte.

Wenn die Parameter bei der Winterruhe, der Wachstumsphase und der Reifephase stimmen, dann kann man immer einen großen Jahrgang erwarten. Und es war (endlich wieder mal) eine optimale Phase der Winterruhe. Beim Langenloiser Top Weingut von Willi Bründlmayer, meinte man Mitte März noch, kühler Frühling tut den Reben gut. Nach der etwas langen Winterruhe setzte in der Folge der unüblich leicht verspätete Austrieb ein. Spätfrost war in diesem Frühling glücklicherweise kein Thema. Die schon erwähnten Regenphasen im Hochsommer sorgten für optimale Säurewerte. Besonders für den etwas später reifenden Riesling und auch für Grüne Veltliner im Reservebereich sind das vielversprechende Werte für ein optimales Lagerpotential. Leider gab es in manchen Teilen der Wachau einige Hagelschäden. Schlimm für jene Winzer, die es erwischt hat, trotz Allem hielten sich die Unwetterschäden in Grenzen. Im gesamten Donauraum erfreute man sich über beste Voraussetzungen in der entscheidenden Reifephase des Herbstes. Sonniges, trockenes und kühles Herbstwetter ermöglichten eine lange Verweildauer der Trauben auf den Stöcken, was zur Folge hatte, dass eine perfekte physiologische Reife erreicht wurde. Die Konsequenz daraus bedeutet, charakterstarke Weine mit dem schon erwähntem, langen Lagerpotential. Und nach alter Winzerweisheit lobt man einen Jahrgang erst dann, wenn die letzten Trauben im Keller sind. Und nach alter Verkosterweisheit muss man nicht voreilig gleich das Wort Jahrhundertjahrgang in den Mund nehmen, aber 2021 gehört zumindest zu den großen Jahrgängen.

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Hans Stoll

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