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Was Linz isst ...

Linzer Koch stemmt sich gegen Wirtshaussterben

Von Karin Haas   09. April 2015 06:30 Uhr

Neo-Wirt Karl Pühringer, Brau Union-Manager Josef Paukenhaider, voestalpine-Betriebsrat Manfred Pühringer, Gemeinderätin Ute Klitsch (v.l.)

Er heißt Karl Pühringer, stammt aus Haid/Ansfelden, ist gelernter Koch, war vier Jahre im Sportbuffet in Katsdorf und 15 Jahre im Gasthaus Drehscheibe am Linzer Hauptbahnhof.

Das gibt es längt nicht mehr. Aber dafür hat Pühringer im Franckviertel mit einem Gasthaus neu angefangen. Das ist mutig. Denn in Linz sterben reihenweise die Wirtshäuser und Restaurants, wie Schwarzer Anker (Hessenplatz), Goldener Anker (Hofgasse), prielmayer´s (beim AKH), Bergdiele (Leonding) und Römerbrunnen (Linzer Altstadt), zeigen.

"Ein Gasthaus ist was Klasses", sagt Neo-Wirt Karl Pühringer. Er hat das seit sechs Monaten verwaiste Gasthaus in der Wimhölzelstraße 21, ums Eck der Sonnenapotheke im Franckviertel, übernommen. Vorgängerin Margaretha Schilcher war nach mehr als 20 Jahren als Wirtin in Pension gegangen. Charly´s Gasthaus Union heißt das Lokal jetzt und es bietet viel auch für kleine Brieftaschen. Freitag gibt´s zu jedem Seiterl Bier eine Portion Leberkäse gratis. Donnerstags gibt´s Ripperl, so viel man will, um 8,90 Euro und sonntags das Bratl "vüh z´billig". Übersetzt heißt das 9,80 Euro mit Kraut, Knödl und Erdapferl inkl. Suppe. Dienstags ruht der Wirt, damit er die restlichen Tage rackern kann. Denn bekanntlich ist der Unterschied zwischen Gasthaus und Wirtshaus der, dass das Gasthaus für den Gast da ist und das Wirtshaus für den Wirt. Und wer sich über den Beinamen "Union" bei Charly´s Gasthaus Union wundert, dem sei das Rätsel aufgelöst. Das Lokal gehört der Brau Union und keinem Sportverein.

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