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Slow Food

90 % aller Olivenöle sind fehlerhaft!

Von Philipp Braun   06. Juni 2014 20:52 Uhr

Philipp Braun
Philipp Braun

Und welches Öl haben Sie daheim?

Immer wieder erreichen uns Ölmeldungen, dass sich in Flaschen mit wohlklingenden Namen minderwertiges Zeug befindet. Ranzig, Muffig, Geruch nach Essig oder sonstige Fehltöne aller Art zeigen, dass die Ölproduzenten (in der Regel großindustrielle Verarbeitungsindustrie) nicht bei allen Sinnen sind. Die Ölindustrie ist ein Milliardengeschäft, wenige Hersteller teilen sich den Markt auf und es wird ideenreich getrickst. Etikettierungen, Ursprungsbezeichnungen, Abfüllstationen, Arbeitsbedingungen und vieles mehr bilden einen Dschungel, worin sich der Konsument nur schwer zurechtfinden kann.

Freilich, was bleibt, ist die sensorische Analyse und wenn man weiß wie Olivenöl zu schmecken und zu riechen hat, ist schon ein wichtiger Schritt getan. Fruchtig, leicht bitter soll ein echtes extra Vergine Olivenöl sein. Ein Kratzen im Hals, eine gewisse Schärfe während dem Verkosten ist ein weiteres Qualitätskriterium. Soweit so gut. Theoretisch nachvollziehbar, einzig beim Praxistest hapert es oftmals ein wenig.

Aus diesem Grund hat sich erstmals in Linz eine Gruppe wahrer Feinschmecker gefunden, die sich dem Olivenöl statutenhaft verschrieben haben und einen Verein zur Förderung hochwertiger Speisefette unter besonderer Berücksichtigung des Olivenöls gegründet hat.

Dieses Projekt namens SOKOLIO wurde vom in Italien staatlich zugelassenen Olivenölverkoster Amadeus Löw initiiert und wird in Kooperation mit dem WIFI nun der Allgemeinheit vorgestellt. Neun sachkundig und sensorisch geschulte Experten/innen analysieren bei regelmäßigen Verkostungssitzungen Olivenöle auf ihre positiven und negativen Merkmale.

Wie diese Verkostung abläuft ist am 16. Juni ab 18.00 in der Pizzeria Casa Vecchia in Ottensheim ersichtlich. Alle Interessierten (Privatpersonen wie auch Unternehmen aus Gastronomie und Handel) kommen somit in den Genuss, wie man Olivenöl fachgerecht verkostet und können bei dieser Gelegenheit auch ihr Olivenöl mitbringen und um den Unkostenbeitrag von 15 Euro vom Gremium verkosten lassen.

Wer Mitte Juni nicht die Möglichkeit hat, nach Ottensheim zu kommen, kann in Zukunft eine Ölprobe von mindestens 0,25l am WIFI LINZ, beim Küchenmeister Andorfer Reinhard, abgeben. Um 15 Euro wird dann das Öl fachgerecht bewertet.

Aha-Erlebnisse zum Test vom eigenen Olivenöl, welches man bislang als ausgezeichnet empfunden hat, sind vorprogrammiert.

Weitere Infos unter http://www.sokolio.at

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