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Wohnen

Wohnkosten belasten Millionen Deutsche

07. November 2020 00:04 Uhr

BERLIN. Teure Mieten und hohe Wohnungspreise machen vielen Menschen in Deutschland schwer zu schaffen.

Rund 11,4 Millionen Personen lebten 2019 in Haushalten, die von hohen Wohnkosten finanziell überlastet waren, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das seien 14 Prozent der Bevölkerung. Eine Überbelastung bei Wohnkosten sieht die Behörde, wenn ein Haushalt mehr als 40 Prozent des verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgibt – unabhängig davon, ob die Betroffenen zur Miete oder in den eigenen vier Wänden leben und etwa einen Kredit abzahlen.

Im Schnitt wendete die Bevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr 26 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Miete und Nebenkosten beziehungsweise den Unterhalt ihres Wohneigentums auf, so die Statistiker. 2014 war der Anteil der Wohnkosten aber höher, bei 27 Prozent.

Im Vergleich der EU-Länder sind die Menschen in Deutschland, wo sehr viele zur Miete leben, stark von hohen Wohnkosten getroffen. Nur in Griechenland (Überbelastungsquote 36,2 Prozent), Bulgarien (16 Prozent) und Dänemark (15,6 Prozent) war die Lage schwieriger. In den Niederlanden und Spanien gaben 2019 weniger als 10 Prozent der Bevölkerung über 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens fürs Wohnen aus. In Malta und Zypern lag die Überbelastungsquote bei unter drei Prozent.

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