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Wohnen mit viel Liebe zum Detail

13.Juni 2020

Wohnen mit viel Liebe zum Detail
Ein großer Vollholztisch ist Mittelpunkt des gemütlich eingerichteten Wohnbereichs.

Der Hof von Ilse und Günter Achleitner am Rande des Eferdinger Beckens hat eine lange Geschichte: Bevor die Eltern das Haus in Eferding gekauft haben, war es ein sogenanntes Schiffsmeisterhaus und damit ein Handelsknotenpunkt für Getreide und Gemüse. Die Eltern haben lange Zeit ein Gasthaus betrieben und sich später auf den Gemüseanbau spezialisiert. 1986 übernahmen Ilse und Günter Achleitner den Betrieb, vier Jahre später stellten sie auf biologische Landwirtschaft um. Die Übernahme durch Günter war nicht geplant. "Ich wollte nach der Gärtnerlehre ins Ausland gehen." Seine Frau ergänzt schmunzelnd: "Dafür wollte ich immer Bäuerin werden – aber ich hätte dich auch ohne Bauernhof geheiratet." Ilse hat als Chefsekretärin in einer Bank gearbeitet. Sie gab ihren Job schnell auf und kümmerte sich anfangs um den kleinen Hofladen.

Wohnen mit viel Liebe zum Detail
Bei schönem Wetter verbringen Ilse und Günter Achleitner ihre Freizeit gerne im Freien – ein Höhepunkt auf der großen Terrasse ist der selbstgebaute Pizzaofen.

Pizzaofen aus Lehm

"Wir haben uns von Anfang an gut ergänzt, sind beide zu 100 Prozent von Bio überzeugt und das spüren unsere Kunden", ist sich das Unternehmerehepaar einig. Bio sei für sie "eine Lebensphilosophie" und das zeige sich beim Wohnen: In der Garage stehen zwei Elektroautos, es gibt überwiegend Vollholzmöbel aus heimischem Holz, der Kleiderkasten und der Kühlschrank sind mit biologischen und ökologischen Produkten gefüllt. Ein ganz wichtiger Teil der Wohnung ist die große Küche. Ilse Achleitner kocht gerne: "Wir laden sehr gerne Gäste ein und dann halten sich schon einmal zehn Leute in der Küche auf."

Günter Achleitner kümmert sich in der Küche um das Waschen, Putzen und Schneiden des Gemüses. Im Garten steht er gerne beim Griller oder dem selbstgebauten Pizzaofen aus Lehm. Zum Essen geht es entweder an den großen Tisch im gemütlichen Wohnbereich, der im modernen Landhausstil eingerichtet ist, oder in den Garten. Beides ist mit viel Liebe zum Detail dekoriert: So sticht etwa in der Küche ein Geschirrtuchhalter oder im Garten ein Strauch mit verschiedenfärbigen Glaskugeln – für jedes Familienmitglied eine – ins Auge. Vor der Errichtung des neuen Betriebsgebäudes mit Frischmarkt und Restaurant für den Handelsbetrieb wurde zu Mittag für die ganze Familie und die Mitarbeiter – knapp 20 Leute – gekocht.

Morgendliche Erfrischung

Mittlerweile sind vier der fünf erwachsenen Kinder ausgezogen. Ihre Zimmer und das ehemalige Auszugshaus der Eltern wurden zu Räumen für die Saisonarbeiter umfunktioniert: "Wir sind sehr stolz auf unsere langjährigen Mitarbeiter." Insgesamt bewirtschaften pro Saison bis zu 30 Arbeiter 100 Hektar Felder. 20 Hektar davon befinden sich rund um den Bauernhof.

Direkt neben dem Hof, im Garten der Achleitners, befindet sich ein großer Naturschwimmteich. Günter Achleitner geht täglich von Ende März bis Oktober in der Früh bei jedem Wetter rein: "Ich lasse nach dem Aufstehen unseren Hund raus und dann schwimme ich ein paar Runden." Ilse lockt es erst bei wärmeren Temperaturen ins kühle Nass. Sobald ihr Ehemann den morgendlichen Frühsport beendet hat, starten die beiden gemeinsam mit einem Frühstück in den Tag.

Familie Achleitner

Ilse und Günter Achleitner zählen zu den Biopionieren in Österreich. Sie haben 1990 den Betrieb auf Bio umgestellt. Mittlerweile ist der Hof auf 100 Hektar gewachsen, dazu beschäftigt das Unternehmerehepaar 150 Mitarbeiter in einem Biohandelsbetrieb (Frischmarkt, Restaurant, Belieferung von Großhandel und Privathaushalte). Wöchentlich werden rund 10.000 Kunden mit der Biokiste beliefert.

Nachgefragt

  • Lieblingsplatz: Günter: „Die Hängematte mit Blick auf den Schwimmteich und die Felder.“ Ilse: „Ich bin gerne in der Küche – das ist auch ein Ort, wo die Kinder immer zum Erzählen angefangen haben.“
  • Derzeit auf dem Nachtkasterl: Günter: „Immer zwei, drei verschiedene Bücher.“ Ilse: „Brille und Wecker.“
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