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Wirtschaftskammer Wien: Aus zehn wurde ein Standort

20.April 2019

Wirtschaftskammer Wien: Aus zehn wurde ein Standort
Wiens Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck vor dem Gebäude (das Foto entstand, bevor "Haus der Wiener" um das Wort "Wirtschaft" ergänzt wurde)

Alle zehn bisherigen Standorte wurden zusammengelegt. Das "Haus der Wiener Wirtschaft" befindet sich am Rande des ehemaligen Nordbahnhofgeländes und jetzigen Bank Austria Campus. Kundenverkehr gibt es ab 23. April.

"Wir schlagen ein neues Kapitel auf", sagt Kammer-Präsident Walter Ruck. Indem die bisher auf zehn Standorte in fünf Bezirken verstreuten Angebote an einen Ort zusammengezogen wurden, könne man endlich das "One-Shop-Prinzip" umsetzen. Das bedeute mehr Serviceleistungen für die Mitglieder. Das sei nicht zuletzt deshalb wichtig, da deren Zahl seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent auf 140.000 gestiegen sei. Ausgenommen von der Zentralisierung sind die hauseigenen Bildungseinrichtungen wie das Wifi.

750 Mitarbeiter waren vom Umzug betroffen. 22.000 Quadratmeter Platz hat man am neuen Standort. Für die Kammer selbst soll sich der Schritt insofern auszahlen, als man mit jährlichen Einsparungen von acht bis zwölf Millionen Euro rechnet.

"Bei Investitionen von 100 Millionen Euro rechnet sich das Haus binnen acht bis zehn Jahren", rechnet Ruck vor. Die Wirtschaftskammer Wien ist Eigentümer des Gebäudes.

Was passiert mit den bisherigen Dependancen? Bei einigen wurde der Mietvertrag aufgelöst. Die Niederlassungen Rudolf-Sallinger-Platz (Landstraße) und Palais Festetics (Alsergrund) wurden dem Bauherrn der neuen Zentrale, René Benkos Signa Holding, übergeben. Deren Wert wurde bei der Rechnungsstellung für den neuen Standort berücksichtigt.

Noch offen ist, was aus dem 1907 erbauten Haupthaus am Stubenring wird. Fix ist nur, dass die Kammer die Immobilie behält.

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