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Seit 2009 fast verachtfacht: Netzausbau treibt Absatz von Fernkälte voran

Von OÖN, 15. Juli 2023, 12:30 Uhr
Seit 2009 fast verachtfacht: Netzausbau treibt Absatz von Fernkälte voran
Die Kältezentrale von Wien Energie versorgt rund 190 Gebäude in der Bundeshauptstadt. Bild: APA/Eva Manhart

WIEN. Klimatisierungsbedarf legt mit der Zahl der Hitzetage zu – 79 Prozent des Netzes in Wien.

Der Bedarf an und Absatz von Fernkälte in Österreich steigt. Im vergangenen Jahr wurde mit 188 Gigawattstunden (GWh) um rund sechs Prozent mehr Fernkälte abgesetzt als im Jahr davor. Damit habe sich der Absatz seit 2009 fast verachtfacht, damals waren es rund 25 GWh gewesen. Diese Zahlen gab der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen diese Woche bekannt.

Die Entwicklung ist auch auf den zunehmenden Ausbau des Fernkältenetzes zurückzuführen. Dieses Netz wuchs im Jahr 2022 um 13,5 Prozent und erreichte mit Jahresende eine Gesamtlänge von 36 Kilometern.

Spitzenreiter beim Fernkälteabsatz ist Wien. Rund 79 Prozent des Fernkältenetzes entfallen auf die Bundeshauptstadt. Zu den bisher mit Fernkälte versorgten Gebäuden zählen die Universität Wien, die Nationalbank, das Allgemeine Krankenhaus Wien, das Parlament, das Rathaus, das Museum für angewandte Kunst, der Austria Campus sowie zahlreiche Hotels und mehrere hundert Neubauwohnungen.

Bis 2030 soll sich die Kapazität der Wiener Fernkälte fast verdoppeln. Weitere Fernkälteanlagen gibt es unter anderem in Linz, St. Pölten und Graz. Der Versorger Linz AG nahm kürzlich in der Wiener Straße die dritte Fernkälte-Zentrale in Betrieb. Damit wächst die gesamte Anschlussleistung des Unternehmens auf mehr als 20 Megawatt Fernkälte. Ab 2024 sollen auch Gebäude in Klagenfurt mit Fernkälte versorgt werden.

Wie Fernkälte funktioniert

Fernkälte kühlt – wie der Name schon sagt – aus der Ferne. In einem geschlossenen Kreislauf wird kaltes Wasser durch ein isoliertes Rohrleitungsnetz transportiert. An Ort und Stelle nimmt das Wasser Wärme auf und kühlt so die Raumtemperatur. Anschließend fließt es zurück und wird wieder zentral gekühlt. Für die Kühlung aus der Ferne spricht vor allem der geringere CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventionellen Klimageräten. Laut Fachverband verbraucht eine Fernkältezentrale bei gleicher Kälteleistung um rund 70 Prozent weniger Primärenergie als dezentrale Klimageräte und verursacht um rund 50 Prozent weniger CO2-Emissionen.

In Europa wird es aufgrund der Klimakrise immer heißer. 2022 lag die Durchschnittstemperatur um rund 2,3 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, wie aus dem Jahresbericht des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervorgeht. Damit steigt auch der Bedarf an Kühlsystemen. Experten rechnen damit, dass Europa in Zukunft im Sommer etwa so viel Kühlenergie benötigen wird wie im Winter Heizenergie.

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