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Wohnen

Politische Ausstiegspläne befeuern die Heizkessel-Nachfrage zusätzlich

16. Januar 2021 00:04 Uhr

Politische Ausstiegspläne befeuern die Heizkessel-Nachfrage zusätzlich
Bei Biomassekesseln (im Bild Stückholz) ist die Dynamik am größten, aber das meiste Geld floss noch in Gasanlagen.

Umsatz ist im Vorjahr um acht Prozent gestiegen – Zuwächse nicht nur bei Erneuerbaren.

Die Bundesregierung hat bis 2035 den schrittweisen Ausstieg aus Ölheizungen beschlossen und denkt laut über den Ausstieg aus Gasheizungen nach. Das hat zu einem starken Anstieg bei Investitionen in neue Heizkessel geführt, hat das Marktforschungsinstitut Branchenradar erhoben. Allerdings sind 2020 immer noch fast 71 Prozent des Geldes in Gas- und Ölheizungen geflossen, der Rest in Biomassekessel.

Insgesamt hat der Umsatz mit Heizkesseln (bis 35 kW) 2020 im Vergleich zum Jahr davor um 8,1 Prozent auf 279 Millionen Euro zugelegt. Dabei verbuchten Biomassekessel (Pellets-, Hackgut- und Stückholz-Heizungen) mit knapp 13 Prozent den stärksten Anstieg, die Herstellererlöse betrugen damit im Vorjahr 81 Millionen Euro.

Weiteres Wachstum erwartet

Aber rund 180 Millionen Euro flossen in Gasgeräte (Brennwertgeräte, Kombithermen, Durchlauferhitzer), das bedeutet ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber 2019. Bei Ölheizkesseln gab es ebenfalls ein Plus von vier Prozent auf knapp 18 Millionen Euro. "Man kann davon ausgehen, dass diese Ölheizkessel bis zur Abschaltpflicht im Jahr 2035 durchdienen", vermerkt Branchenradar. Laut Stufenplan der Regierung war 2020 das letzte Jahr, in dem noch im Altbau ein Wechsel auf Ölheizungen erlaubt war, in Neubauten war der Einbau schon untersagt. 2025 müssen alle Ölheizkessel, die älter als 25 Jahre sind, ausgetauscht werden, spätestens 2035 dürfen keine Ölheizkessel mehr in Betrieb sein. Das Wachstum bei Heizkesseln werde sich in den kommenden Jahren wohl beschleunigen, erwartet Branchenradar, da in den nächsten 15 Jahren bis zu 600.000 Ölheizkessel getauscht werden müssen. Branchenradar schätzt, dass der Branchenumsatz heuer um 9,7 Prozent und 2022 noch einmal um 10,6 Prozent auf dann 338 Millionen Euro zulegen wird. Das werde auch die Preise treiben. "Eine jährliche Teuerung zwischen fünf und sechs Prozent erachten wir durchaus als realistisch", so Unternehmenssprecherin Aferdita Bogdanovic.

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